Hoher Geldbetrag weg

Falsche Staatsanwältin zockt Pensionistinnen ab

Niederösterreich
15.01.2026 05:45

Die Polizei warnt: Gleich zweimal binnen weniger Tage haben Kriminelle ältere Frauen um insgesamt 56.000 Euro gebracht. Eine vermeintliche Staatsanwältin hatte zuvor die Pensionistinnen unter Druck gesetzt.

Vorsicht im Raum Krems: Vor allem dort treiben aktuell unbekannte Betrüger ihr Unwesen. Zunächst erwischte es eine 67-Jährige. Sie erhielt von einem angeblichen Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft den Anruf, dass ihr Ehemann einen Unfall mit einem Toten verursacht habe und nun in U-Haft sitze.

Sparbuch geleert
Eine Sicherheitsleistung sei fällig, für die weitere Abwicklung müsse aber die Staatsanwältin angerufen werden. Die Frau wählte die ihr genannte Nummer, die vermeintliche Anklagevertreterin hob ab. Sie forderte als Kaution 18.000 Euro und Schmuck. Die 67-Jährige ging dafür sogar extra zur Bank, um ihr Sparbuch zu plündern und gab die Wertsachen wenig später mitten in Krems einem Mann, der sich als Mitarbeiter des Gerichts ausgab.

„Freundin hat Unfall verursacht“
Ähnlich erging es einer 92-Jährigen ein paar Tage später. Ihr wurde erzählt, eine Freundin hätte einen Unfall verursacht, bei dem eine Radfahrerin verstorben sei. Zunächst wurden von ihr 90.000 Euro gefordert. Weil sie so viel Geld nicht zu Hause hatte, „einigte“ man sich auf 15.600 Euro sowie Schmuck im Wert von rund 20.000 Euro. Sie übergab an der Haustür das Geld vermutlich demselben Täter. Er war in beiden Fällen rund 40 Jahre alt und komplett schwarz gekleidet.

Stundenlange Gespräche
Die zwei Pensionistinnen wurden jeweils mehr als eine Stunde lang durchgehend am Telefon gehalten, bis sie ihr Vermögen übergaben. Dadurch wurde verhindert, dass sie zwischenzeitlich Angehörige anrufen konnten, die sie eventuell auf den Betrug aufmerksam gemacht hätten.

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