Die KraftMoments KMG Ges.m.b.H., Betreiberin des Restaurants am Thaler See in Thal, ist zahlungsunfähig. Eine Sanierung wird angestrebt. Elf Dienstnehmer und rund 50 Gläubiger sind betroffen.
Mit Elan und großen Visionen sind die Betreiber des neuen Thaler See Gartens im Frühling 2025 in ein neues Kapitel gestartet. Doch nur wenige Monate später der Rückschlag: Die KraftMoments KMG Ges.m.b.H., die Betreiberin des Thaler See Gartens, hat am Sonntag Zahlungsunfähigkeit gemeldet. Nun strebt man ein Sanierungsverfahren an.
„Laut Angaben der KraftMoments KMG Ges.m.b.H. sind die Insolvenzursachen im Wesentlichen auf vergangenheits- und managementbedingt Ursachen zurückzuführen. Bis Juni 2025 bestand keine ausreichende betriebswirtschaftliche Führung und Kontrolle“, schreiben die Kreditschützer vom KSV 1870. Außerdem sei das Unternehmen von Geschäftsführer Anton Borgmann gezwungen gewesen, Investitionen an der Terrasse durchzuführen.
Insgesamt belaufen sich die Schulden auf 883.000 Euro, das Vermögen auf 88.500 Euro. Elf Dienstnehmer und 50 Gläubiger sind betroffen.
Der Steingarten – ein Biergarten – im Steinfeldhaus am Grazer Jakominiplatz hätte zudem um Sommer 2025 eröffnen sollen, verzögerte sich aber. „Gespräche mit Investoren führten zu keinem positiven Abschluss“, so der KSV.
Sanierung mit Geld von Investoren möglich
Das Unternehmen soll jedoch fortgeführt werden – mit Restrukturierungsmaßnahmen, Ergebnissen aus dem Betrieb und Geld von Investoren. „Der zu bestellenden Insolvenzverwalter wird nunmehr zu prüfen haben, ob eine Fortführung im Interesse der Gläubiger liegt“, sagt Brigitte Peißl-Schickmair, Leiterin der Insolvenz Graz.
Betreiber hoffen auf zweite Chance
Die Betreiber selbst hoffen auf eine Fortführung. „Wir glauben daran – und die Zahlen zuletzt lassen eine durchaus positive Entwicklung erwarten“, sind Geschäftsführer Michael Zotter und Anton Borkmann überzeugt.
Die ersten großen Veranstaltungen rund um das Jubiläum im Sommer 2025 oder das Aufsteirern, aber auch das „inzwischen sich gut entwickelnde Tages- und Ausflugsgeschäft sowie die Entwicklung des Steingartens, den wir 2026 in einen laufenden Betrieb verwandeln wollen“, seien Gründe dafür, warum die Betreiber an eine Weiterführung glauben – und an der notwendigen Finanzierung arbeiten. „Auch die Mitarbeiter bleiben an Bord“, sagt Zotter.
„Die langen Genehmigungsverfahren am Steingarten konnten in der Zwischenzeit außerdem zu einem positiven Ende geführt werden“, heißt es – sie verhinderten bisher einen regulären Betrieb „bei sehr hohen Investitionen“.
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