Fünf Schwerkriminelle stehen ab Montag in Salzburg vor Gericht. Laut Anklage der Kremser Staatsanwaltschaft soll die Kokain-Bande Suchtgift im Wert von zumindest 11,6 Millionen Euro ins Land geschmuggelt und verkauft haben. Salzburg war Umschlagplatz – im Sportauto kam das Rauschgift hierher und wurde europaweit transportiert.
Sage und schreibe 145 Kilogramm Kokain sowie jeweils zwei Kilo Ketamin und Amphetamine soll eine europaweit agierende Bande nach Salzburg geschmuggelt, und von hier weiter transportiert oder gleich verkauft haben. Hochgerechnet mit einem Straßenverkaufswert von 80 Euro pro Gramm Kokain bedeutet das einen Gesamtwert von mindestens 11,6 Millionen Euro.
Drogen-Geld durch Firmenkonstrukte gewaschen
Ab Montag müssen sich fünf vorbestrafte Männer – zwei Syrer, zwei Österreicher und ein Kroate zwischen 26 und 42 Jahren – der Anklage der Staatsanwaltschaft Krems im Salzburger Landesgericht stellen. Drei Prozess-Tage sind geplant. Jahrelange Haftstrafen drohen. Am schwersten wiegen die Vorwürfe gegen einen Salzburger (37), der schon vier Jahre in Deutschland saß und ein Geständnis ablegte: Er soll auch andere zum Schmuggeln bestimmt haben.
Teils wurden bei einer Fahrt 25 Kilogramm ins Land gebracht – beispielsweise von Belgien über die Niederlande nach Salzburg. Und das mit Sportautos bekannter Marken wie Maserati, BMW und Co. Warum? Laut Anklage konnte die Bande das Drogen-Geld durch verschachtelte Firmenkonstrukte zum Kauf von hochpreisigen Autos und Markenuhren verwenden, und so gleich waschen.
Salzburg galt als Umschlagplatz für die Geschäfte, die zwischen Anfang 2023 und Mitte 2024 abliefen: Hier wurde das Kokain gelagert und für weitere Transporte in andere Länder wie Italien, Slowenien oder Schweiz bereitgestellt. Insgesamt 23 Personen sollen Teil des Suchtgift-Rings gewesen sein.
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