Jedes Jahr gibt es Diskussionen, um ein Böllerverbot in Österreich. Claus Meinert, Chefredakteur der Tiroler „Krone“, nimmt in seinem Kommentar die Diskussionen darum unter die Lupe und blickt auf eine turbulente Silvesternacht zurück.
Alle Jahre wieder flammt sie auf: Die Debatte um ein Böllerverbot, um dann – sich ebenfalls wiederholend – wenige Tage nach Silvester wieder zu verglühen. In der jüngsten Silvesternacht waren es exakt 516 Alarme, die allein bei der Leitstelle Tirol eingingen. Eine Steigerung um satte 40 Prozent gegenüber 2024/25. Alleine diese Zahl sollte schon die Alarmglocken bei unseren Politikern schrillen lassen.
Zu den Kosten dieser Einsätze kommen aber noch Dramen hinzu – seien es Schwerverletzte oder Menschen, die durch von Böllern oder Raketen ausgelöste Brände zum Teil ihr Hab und Gut verloren haben. Zuletzt sprach sich Tirols Sicherheitslandesrätin Astrid Mair (ÖVP) für ein Verbot der Knallerei aus.
Und bei einem Böllerverbot geht man nicht einmal das Risiko ein, Wähler zu verlieren, eher wird man unterm Strich welche dazugewinnen.
Claus Meinert, Chefredakteur der Tiroler „Krone“
Kritisieren könnte man, dass diese Forderung einen Tag vor Silvester kam. Zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Freunde des lauten Krachens freilich längst mit Ware – von woher auch immer – „eingedeckt“. Aber besser spät als gar nicht, könnte man sagen.
Einrichtungen und Organisationen entlasten
Nun aber hat man noch 357 Tage Zeit, um ein Gesetz für ein generelles Böllerverbot vorzubereiten. So schwer kann das doch nicht sein. Auch sonst ist man in vielerlei Hinsicht recht flott und zur Not erfinderisch, wenn es um Verbote geht. Und bei einem Böllerverbot geht man nicht einmal das Risiko ein, Wähler zu verlieren, eher wird man unterm Strich welche dazugewinnen, da die Mehrzahl der Österreicher ja gegen diese sinnlose Knallerei ist. Zudem würden Krankenhäuser, Blaulichtorganisationen, die Umwelt und die Tierwelt entlastet. Also liebe Politiker: Das wäre doch ein Neujahrsvorsatz, der Sinn machen würde.
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