Vierschanzentournee

Fans trotzten der eisigen Kälte beim großen Finale

Salzburg
06.01.2026 20:00

Temperaturen jenseits der minus zehn Grad Celsius! Das große Finale der Vierschanzentournee war in diesem Jahr definitiv nur etwas für wirklich Hartgesottene – der perfekten Stimmung tat dies dennoch überhaupt keinen Abbruch ...

Ein dünnes Hemd, Krawatte, darüber ein giftgrünes Sakko und eine Generalmütze. Kalt war Aleksander Javornik dennoch nicht – und das trotz Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. „Ich trage immer dieses Outfit. Das Wetter ist mir völlig egal, ich bin doch ein starker Mann“, musste der Slowene schon lange vor dem Beginn des Dreikönigsspringens grinsen. Denn: „Am Vortag bei der Qualifikation war es noch viel kälter.“

Slowenen-Edelfan Aleksander Javornik verzichtete trotz der Kälte nicht auf sein Kostüm.
Slowenen-Edelfan Aleksander Javornik verzichtete trotz der Kälte nicht auf sein Kostüm.(Bild: Andreas Tröster)

So hart gesottenen waren längst nicht alle der mehr als 10.000 Besucher an der Pongauer Paul-Außenleitner-Schanze. Viele Fans standen dicht eingehüllt mit Winterjacke, Schal und Haube im Zielstadion. „Wir haben uns extra Tee mitgebracht, Bier ist uns bei diesen Temperaturen viel zu kalt“, meinten etwa Eva, Anna, Kathi und Lena. Sie reisten extra aus Oberösterreich zum Springen an. Ihr Rezept gegen die Klirrkälte? „Total viel hüpfen und ganz laut schreien.“

Skisprung-Fan Stefan Daiminger hatte da eine andere „Geheimwaffe“ mit im Gepäck. „Das Christkind hat mir extra Wärmeeinlagen für die Schuhe gebracht. Kalt ist es aber trotzdem“, lachte der Bayer und fügte mit einem verschmitzten Grinser hinzu: „Wenigstens gibt es genug zum Trinken.“

In der Tat: 2100 Liter Glühwein und Punsch, 5600 Liter Bier sowie 150 Kilogramm Leberkäse und 3500 Paar Würstl warteten an den unzähligen Gastroständen im Sprungstadion auf die hungrigen und durstigen Fans. „Glühwein und Tee verkaufen sich heuer besonders gut. Viele trinken aber trotzdem ihr Bier – Kälte hin oder her“, sagte Standlerin Michaela Wetteskind. Oder wie es Skisprung-Fan Gottfried Grün formulierte: „Ein bisserl Alkohol tut heute eben wirklich gut und wärmt einen von Innen.“

„Die Kälte ist uns egal“, meinte diese Freundesrunde aus Oberösterreich.
„Die Kälte ist uns egal“, meinte diese Freundesrunde aus Oberösterreich.(Bild: Andreas Tröster)

Die eisigen Temperaturen stellten auch den Veranstalter vor große Herausforderungen. „In der Nacht hatte es minus 15 Grad. Wir mussten wirklich schauen, dass die viele Technik vor Ort das alles aushält. Aber es läuft alles nach Plan“, berichtete Manfred Schützenhofer, Schanzen-Hausherr und Präsident vom Skiclub Bischofshofen.

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