09.04.2014 10:47 |

Mit Flammenwerfer?

Nordkorea richtet erneut hohe Beamte hin

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hat offenbar wieder brutal zugeschlagen: Elf hohe Beamte sollen laut einem Bericht hingerichtet oder in Straflager gebracht worden sein. Ein Beamter habe laut einer anonymen Quelle sogar durch einen Flammenwerfer den Tod gefunden. Die Gräueltaten geschahen demnach im Rahmen der Schließung eines Ministeriums, das früher von Kims in Ungnade gefallenem Onkel geführt wurde.

Jang Song Thaek (kleines Bild) wurde im Dezember 2013 hingerichtet - angeblich wegen "Verrats" und eines "Umsturzversuchs". Die wahren Hintergründe sind allerdings, wie so oft in Nordkorea, unklar. Seither sollen auch seine Schwester, deren Ehemann und ihr Schwiegersohn staatlich verordnet den Tod gefunden haben.

Nun berichtet "Chonsun Ilbo", die größte südkoreanische Zeitung, das Regime habe mit dem Aufräumen weitergemacht und jenes Ministerium geschlossen, das Jang geführt hatte. Seine engsten Vertrauten Ri Yong Ha und Jang Su Gil seien genau wie neun weitere hohe Beamte getötet oder inhaftiert worden.

Einer von ihnen, O Sang Hon, der stellvertretende Minister für öffentliche Sicherheit, sei gar mit einem Flammenwerfer exekutiert worden, so eine anonyme Quelle. Als Grund sei angegeben worden, dass er das Ministerium in einen Verteidigungstrupp von Jang verwandelt habe.

Ob die Hinrichtung mit dem Flammenwerfer der Wahrheit entspricht, ist allerdings unklar, schließlich machen immer wieder Falschmeldungen über Nordkorea die Runde - etwa dass Kims Onkel von Hunden zerfleischt worden sei. Dabei sind mehr als genug Gräueltaten des Regimes eindeutig belegt: Erst kürzlich hielt die UNO nach zahllosen Befragungen von Betroffenen und Augenzeugen wie Gefängniswärtern fest, die Haftbedingungen in Nordkorea seien ähnlich schlimm wie in den KZs der Nazis (siehe Infobox).

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