Guter Plan ist nötig

Ärzteausbildung soll das Gesundheitssystem sichern

Niederösterreich
18.12.2025 18:00

Mehr Ärzte-Praktika sollen Schlüssel zur Rettung des Gesundheitssystems sein. Nicht nur Ärztekammerpräsident Harald Schlögel, sondern auch Elisaberth Bräutigam, die Chefin de NÖ Spitalsbetreibers LGA setzen bei der Mediziner-Ausbildung auf die Spitäler sowie den niedergelassenen Bereich. Aber wer bezahlt letzteres?

Die geballte Kritik der NÖ-Ärzteschaft inklusive der von 25 Bezirksärztevertretern am Regionalen Strukturplan Gesundheit (RSG) 2030 hat Kammerpräsident Harald Schlögel im Gepäck. Entscheidende Punkte seien viel zu unkonkret, lautet ein zentraler Vorwurf, die „Krone“ berichtete.

Vieles unklar
Finanzierung und ärztliche Verantwortung seien in vielen Bereichen unklar. Außerdem sollen Gruppenpraxen heimischer Ärzte den Vorzug vor Ambulatorien internationaler Firmen aus der Privatwirtschaft bekommen. Die Ausbildungsplanung, die im RSG so gut wie keine Beachtung findet, ist wegen der anstehenden Pensionierungswelle von Medizinern eines der wichtigsten Instrumente zur Aufrechterhaltung des Gesundheitssystems. „Wir wurden beim Entwurf nicht ausreichend eingebunden, obwohl wir uns da sehr einbringen hätten können und wollen“, kritisiert Schlögel.

Ausbildung nicht im Plan vorgesehen
„Ausbildung ist nicht Teil des RSG oder des österreichischen Strukturplans. Sie ist aber für die LGA sehr wichtig“, betonte Elisabeth Bräutigam, Chefin des NÖ Spitalsbetreibers. Schon wegen der Fallzahlen in den Kliniken – nur so kann qualitative medizinische Ausbildung gewährleistet werden – könne man die Ärzteausbildung nicht alleine bewältigen.

Die geballte Kritik der niederösterreichischen Ärzte im Gepäck: Kammerpräsident Harald Schlögel.
Die geballte Kritik der niederösterreichischen Ärzte im Gepäck: Kammerpräsident Harald Schlögel.(Bild: Phillip Monihart)

Man müsse die Ausbildung zusammen mit den niedergelassenen Ärzten planen, um möglichst viel Nachwuchs zu generieren. Das sollte in Form von Lehrpraxen passieren, bei denen es noch keine zufriedenstellende Finanzierungslösung gibt. „Auch wenn wir kein Geld haben, müssen wir dennoch die wichtigsten Projekte finanzieren“, heißt es von der ÖGK.

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