Das gab es lange nicht mehr – und kennt man eigentlich nur noch aus den guten, alten (alpinen) Glanzzeiten rund um Hermann Maier und Stephan Eberharter. Nämlich, dass eine Mannschaft sooo gut ist, dass man fast alle zu Olympia schicken will. Aktuell sind die Nordischen Kombinierer in dieser „Zwickmühle“.
Christoph Bieler, der Cheftrainer der Kombinierer, steht vor der Qual der Wahl. Fast das gesamte Weltcup-Team hat in dieser Saison das Zeug, auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Der Tiroler kann aber nur drei Athleten mit nach Italien nehmen. So schwer war die Entscheidung schon lange nicht mehr.
Weltcup der Nordischen Kombination in der Ramsau, Freitag: Langlauf Damen (5 km Massenstart, 10.15 Uhr), Langlauf Herren (10 km Massenstart, 11 Uhr), Skispringen Damen 12.30 Uhr), Skispringen Herren (13.15 Uhr). Samstag: Skispringen Damen (8.30 Uhr), Skispringen Herren (9.15 Uhr), Langlauf Herren (10 km Gundersen, 14.45 Uhr), Langlauf Damen (5 km Gundersen, 15.30 Uhr).
„Es ist immer das Ziel, die beste Mannschaft der Welt zu haben. Oft ist das Wunschdenken, wir haben dieses Jahr fast ein Luxusproblem.“ Damit meint Bieler nicht nur die Olympia-Startplätze. Auch das G’riss um das Aufgebot im Weltcup ist so groß wie lange nicht. „Jetzt in der Ramsau haben wir aufgrund der nationalen Quote elf Plätze – aber sonst nur acht. Da sind natürlich Athleten dabei, die es sich eigentlich verdient hätten, dann aber die bittere Pille schlucken müssen.“
So kann es etwa auch für den Steirer Fabio Obermeyr, der vor seiner Blinddarm-OP im November starke Leistungen gezeigt hat, den Olympia-Dritten Lukas Greiderer oder für das ein oder andere vielversprechende Talent schon einmal eng werden. Wie das Aufgebot für die Winterspiele aussieht, ist offen. Bieler lässt sich auch nicht in die Karten blicken.
Entscheidung im Jänner
Vier Weltcup-Stationen (inklusive Ramsau) stehen vor der Entscheidung im Jänner noch an. „Nach den Oberhof-Bewerben werden wir mehr wissen. Leider ist keine Großschanze mehr dabei“, hadert Bieler. „Aber letztlich stellen sich die Athleten durch ihre Leistungen selbst auf.“
Performt das ÖSV-Team aber weiter so gut, könnte es durchaus sein, dass sogar Siege am Ende nicht für Olympia reichen könnten, der ein oder andere Traum platzen würde. Was um so schlimmer für die Athleten wäre, falls es tatsächlich die letzten Winterspiele für die Nordische Kombination sein sollten.
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