„Wake up dead Man“

Düster, mystisch, gefinkelt: Craigs bester Fall

Unterhaltung
13.12.2025 18:14

Der lang erwartete neue „Knives Out“-Krimi von Netflix ist endlich da. Unter dem Titel „Wake up dead Man“ dreht sich dieses Mal alles um Religion und Glauben – denn als ein Priester ermordet wird, sind seine Schäfchen außer Rand und Band.

Daniel Craig als schrulliger Detektiv – die Marke „Knives Out“ hat sich Netflix nach dem ersten Kinofilm zurecht gesichert und will damit wohl noch die nächsten Jahre die Seherzahlen in die Höhe treiben. Zuletzt sah man mit „Glass Onion“ zwar eine etwas überkandidelte Version, doch Fans des Originals dürfen sich auf den neuesten Streich namens „Wake up dead Man“ freuen.

Denn passend zum finsteren Winterwetter finden wir uns dieses Mal in einer düsteren, streng gläubigen kleinen Kommune wieder, in der Predigt und Beichte hoch gehalten werden. Kurz nachdem der junge Pfarrer Jud (Josh O’Connor) dort anfängt, fällt auch schon sein Priester-Kollege direkt vor den scheinbar so braven Kirchgängern ermordet um. Ein gefinkelter Fall für Detektiv Benoit Blanc – schließlich hielten zum Tatzeitpunkt alle Verdächtigen reichlich Abstand zum Opfer ...

Stars wie Glenn Close spielen im Krimi mit.
Stars wie Glenn Close spielen im Krimi mit.(Bild: Netflix)

„Wake up dead Man: A Knives Out Mystery“ ist ein so cleverer wie atmosphärischer Krimi (Drehbuch und Regie: Rian Johnson), der nebenbei noch ein paar klerikal-philosophische Probleme wälzt. In guter alter Agatha-Christie-Manier haben alle Verdächtigen in der kleinen Gemeinde ihre dunklen Geheimnisse und Eigenheiten. Nur, dass diese Figuren bei einem „Knives Out“-Film immer kriminell gut besetzt sind. So sind dieses Mal Stars wie Glenn Close (genial als streng gläubige Pfarrersgehilfin), Josh Brolin als karfreitägliches Mordopfer, Jeremy Renner als verbitterter Arzt, Mila Kunis als Polizistin, Andrew Scott als gescheiterter Bestsellerautor oder Cailee Spaeny als naive Geldgeberin der Pfarre dabei – alle voller Spiellust, die man in jeder Minute spürt.

Und auch, wenn die Auflösung ein paar wilde Blüten treibt, fügt sich am Ende doch alles zu einem kompakten Ganzen zusammen. Es gibt keine losen Enden und jedes Detail vom Anfang fällt am Ende der doch fast zweieinhalb Stunden an seinen richtigen Platz. Es ist Daniel Craigs bisher bester Fall geworden. Amen.

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