Fötus getötet

US-Chirurg gab Freundin heimlich Abtreibungspille

Ausland
10.12.2025 08:51
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schwere Vorwürfe gegen einen Chirurgen im US-Bundesstaat Ohio: Der Mediziner soll seiner schwangeren Freundin im Schlaf zerkleinerte Abtreibungspillen verabreicht haben. Der Fötus wurde dabei getötet. Das Medikament bezog er über die Daten seiner Ehefrau, von der er getrennt lebte.

Er verpflichtete sich eigentlich, Leben zu bewahren – doch weil ihm die Schwangerschaft seiner Freundin nicht in den Kram passte, entschloss ein Arzt aus Toledo, das ungeborene Kind zu töten. Dafür muss sich der Chirurg Hassan-James Abbas nun vor Gericht verantworten. 

Mediziner wollte Freundin zu Abtreibung überreden
Der 32-jährige Assistenzarzt hatte Ende des Jahres eine Beziehung zu einer Frau begonnen, nur wenige Wochen später wurde sie von ihm schwanger. Als sie ihm die – wie sie glaubte – tolle Neuigkeit erzählte, rastete der Mediziner völlig aus. Er schrie sie an und wollte sie zu einer Abtreibung überreden, was die Schwangere ablehnte. Sie wollte das Kind behalten. Bei dem Telefonat erfuhr die Betroffene auch, dass Abbas noch verheiratet war, aber von seiner Ehefrau getrennt lebte.

Um die Abtreibungspille zu erhalten, benutzte der Chirurg den Namen seiner Ehefrau.
Um die Abtreibungspille zu erhalten, benutzte der Chirurg den Namen seiner Ehefrau.(Bild: AFP/HANDOUT)

Opfer im Schlaf überrascht
Ohne ihr Wissen bestellte der Arzt schließlich die Abtreibungspillen Mifepriston und Misoprostol, wie die „New York Post“ berichtet. Als die Freundin schließlich Mitte Dezember bei Abbas übernachtete, unternahm er den unfassbaren Übergriff. „Er setzte sich auf mich und steckte mir seine Finger in den Mund“, schilderte die Frau gegenüber dem Sender WTOL 11 das Erlebnis. So verabreichte er ihr die zerstoßenen Abtreibungspillen, die er zwischen Unterlippe und Zahnfleisch platzierte. Die Medikamente hatte er unter Angabe der Daten seiner Ehefrau bestellt. 

Die Freundin konnte sich schließlich losreißen und in die Küche flüchten, wo sie den Notruf wählte. In der Notaufnahme des Krankenhauses musste sie wegen vaginaler Blutungen behandelt werden – sie musste schließlich erfahren, dass ihre Schwangerschaft abgebrochen worden war. Der Arzt behauptete, dass sie der Einnahme der Medikamente zugestimmt habe. Die Behörden wollten diese Version offenbar keinen Glauben schenken: Dem Chirurgen wurde die Approbation entzogen. 

Der Mediziner wurde zudem wegen Entführung, Beweismittelmanipulation, unerlaubte Verbreitung eines abtreibungsfördernden Medikaments, Störung öffentlicher Dienste, Identitätsbetrug und Täuschung zum Erwerb eines gefährlichen Medikaments angeklagt – am 19. Dezember muss er sich vor Gericht verantworten. 

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