Neue, brisante Details im Fall des Top-Beamten der Landesregierung Niederösterreich, der für Live-Missbrauch an Mädchen und Buben von den Philippinen bezahlte. Nicht nur Beamte des Bundeskriminalamtes ermitteln, sondern auch Mitarbeiter der Internen Revision des Landes.
Es ist einfach nur widerlich, was ein hochrangiger Abteilungsleiter in der Landesregierung NÖ über Jahre hinweg getan haben soll. Wie berichtet, kaufte sich der Spitzenbeamte – laut Ermittlern – Live-Videos, um sich im Wohnzimmer seines Familienhauses am Missbrauch vor laufender Kamera von Mädchen und Buben zu ergötzen.
Der beschuldigte Abteilungsleiter wurde sofort nach Bekanntwerden der Vorwürfe suspendiert. Zu den Vorwürfen ermittelt derzeit umfassend das Bundeskriminalamt.
NÖ Landesverwaltung
Beamter in U-Haft
Am 1. Adventsonntag wurde die U-Haft über den verheirateten Familienvater verhängt. Der 50-Jährige wurde umgehend suspendiert – seine dienstlichen Geräte wurden im Regierungsviertel sichergestellt.
Aus der Landesverwaltung heißt es auf „Krone“-Anfrage: „Das Amt wurde vom Bundeskriminalamt über die strafrechtlichen Vorwürfe gegen den Abteilungsleiter informiert. Die Familie des Beschuldigten wird durch psychologische Betreuung unterstützt.“ Ein Angebot, das die missbrauchten Kinder auf den Philippinen wohl nie in Anspruch nehmen können.
Aber zurück zum bisherigen Spitzenbeamten: Ob er sein kriminelles, widerwärtiges Hobby auch dienstlich in irgendeiner Form ausgelegt hat, ist Gegenstand von Ermittlungen.
Für Bewilligung der Kinder- und Jugendhilfe zuständig
Offiziell war er zwar nie in direktem Kontakt zu Kindern – „die dienstlichen Aufgaben des Beschuldigten waren ausschließlich organisatorischer Natur“, heißt es –, dennoch wurden auch Erhebungen durch die Interne Revision beauftragt, „um mögliche Verfehlungen im Zusammenhang mit seinen dienstlichen Aufgaben auszuschließen“. Immerhin war der Top-Beamte auch für die Bewilligung und Aufsicht der Kinder- und Jugendhilfe zuständig ...