Ringer-Bundesliga

Zum Gegner-Jubiläum entglitt Wals der Ringer-Titel

Salzburg
29.11.2025 22:03

Die „Mission 57“ (der 57. Mannschaftsmeistertitel) war ausgerufen. Doch schon im Hinkampf hatte sich Rekordmeister AC Wals in Inzing düpieren lassen. Beim Rückkampf in der Walserfeldhalle zeigte sich, dass das kein Zufall gewesen war. Die Tiroler holten zum 30. Klub-Geburtstag ihr erst zweites Championat.

Die Werbemaßnahmen hatten gefruchtet, die Walserfeldhalle präsentierte sich beim Final-Rückkampf der Ringer-Bundesliga rappelvoll. „Fad wird keinem heute“, versprach Wals-Obmann Philipp Crepaz schon im Vorprogramm. Die zahlreichen Gästefans machten beim öffentlichen Abwiegen Stimmung für ihre Aktiven. Vor den Augen der Salzburger Polit-Prominenz, des europäischen Verbandspräsidenten und auch Ex-Fußballer Herbert Ilsanker blieb aber alles offen. Denn die Heimischen glichen mit dem 12:8 im Griechisch-Römisch auf gesamt 33:33 aus.

Der stolze Meister Inzing
Der stolze Meister Inzing(Bild: Andreas Tröster)

Leidenschaft bis zum Schluss
Würde der stolze Rekordmeister aus Wals im Freistil den Kampf noch drehen? Trotz Krankheits- und Verletzungsmisere ließ die sportliche Führung um Florian Marchl und Trainer Matthias Außerleitner nichts unversucht. Selbst Olympia-Silbergewinner Givi Matcharashvili schlankte unter 100 Kilo ab, um eine Klasse niedriger anzutreten. Doch: Weil der die ganze Woche kranke Cikel nach 3:0 geschultert wurde und sichere Punkte abgab, nahm das Unheil seinen Lauf. „Und dann fällt in der Szene auch noch das Video für den Gegenbeweis aus. Aus unserer Sicht war er nicht eindeutig geschultert. Da kommt halt alles zusammen. Ein Umfaller reicht eben, wenn es so eng ist“, seufzte Trainer Außerleitner. Als Huber Saurwein 0:3 unterlag, war alles entschieden. Marchl und Mago Bektemirov konnten nur mehr verkürzen. Das 24:23 war am Ende zu wenig, Inzing bejubelte mit gesamt 48:45 den Titel.

Ennemoser (blau) jubelte, Cikel (vorne) war untröstlich.
Ennemoser (blau) jubelte, Cikel (vorne) war untröstlich.(Bild: Andreas Tröster)

Am Ende blieb die Erkenntnis, dass man heuer nicht gut genug war. „Wir wussten, dass sie zum Jubiläum unbedingt den Titel wollten. Dafür haben sie sogar noch aufgerüstet. Und der Umbruch, den wir vor einigen Jahren hatten, steht ihnen noch bevor“, wusste Crepaz schon im Vorfeld. Seine Devise („Eine Niederlage wäre kein Beinbruch, aber wir wollen trotzdem unbedingt gewinnen“) setzte das Team so gut es ging um, verabschiedete sich als Vizemeister erhobenen Hauptes aus der Saison. Es war überhaupt erst das dritte Mal seit 2006, dass der Titel nicht nach Wals ging.

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