Die Ringer-Hochburg Wals scheut keine Mühen, um seine Zuschauer beim Bundesliga-Finale gegen Inzing zu verwöhnen. In diesem einen Gala-Abend stecken drei Monate Arbeit. Samt Helfern häufen sich knapp 2500 freiwillig geleistete Arbeitsstunden.
Erstmals beim Finale der Ringer-Bundesliga in der Walserfeldhalle dabei zu sein, bedeutet auch sich im falschen Film zu wähnen. Schließlich haben Amateursport-Events schon aus finanziellen Gründen oft ein biederes Ambiente. Nicht so der Heimevent des Jahres bei Rekordmeister AC Wals, der in 72 Anläufen sagenhafte 56 Mal den Titel geholt hat. Stimmungsvolle Beleuchtung, spannungssteigernde Musik, Videowände mit eigenen Dokus und einem professionellen Livestream der Firma Studio C sowie eine 80 Zentimeter hohe Bühne, auf der die Kämpfe stattfinden, machen einem das Zuschauen schmackhaft. Doch dahinter steckt viel Aufwand.
„Eigentlich laufen die Planungen das ganze Jahr. Richtig los geht’s im August“, erläutert mit Alois Haager eines der Masterminds. Was hilft: Die Vereine in Wals haben viel Knowhow in „ihrer“ Halle angehäuft, die Gemeinde unterstützt alle tatkräftig.
Wenn man einmal den Standard hebt, fährt man nicht einfach wieder runter
Alois Haager
Knapp 90 Leute helfen mit, alles für 1.500 Zuschauer aufzubereiten. „Fürs Finale buchen wir zwei Event-Techniker, der Rest sind alles Ehrenamtliche“, verrät Obmann Philipp Crepaz. Die Chefs alleine kommen auf zwei Arbeitswochen à 40 Stunden. Samt Helfern häufen sich knapp 2.500 freiwillig geleistete Arbeitsstunden an. Natürlich gilt: „Wenn man einmal den Standard hebt, fährt man nicht einfach wieder runter“, grinst Haager. Damit heute (Einlass ab 18 Uhr) alles reibungslos abläuft, wurden am Freitag neben etlichen Kilometern an Kabeln 1.400 Bühnenteile und Extrasitze verbaut. „Heuer kommen noch 50 neue V.I.P.-Sitze dazu. Außerdem haben wir 40 Laufmeter digitale Bandenwerbung. Das alles gibt’s sonst nur bei Weltmeisterschaften“, weiß Haager. Doch: So lockt man eben auch Prominenz an wie einst Schirmherr Franz Beckenbauer. „Deshalb lässt es sich gut vermarkten. Es ist ein echtes Privileg, so ein Event auszurichten“, sagt Crepaz.
“Eine ganz enge Kiste“
Damit den Fans die 750 Liter Bier wie Öl runtergehen, wäre ein Heim-Sieg gut. Bloß: Inzing gewann den Hinkampf 25:21, will zum 30. Geburtstag unbedingt den Titel. „Aber ich habe ein gutes Gefühl“, sagt Freistil-Coach Maxi Außerleitner. Chefcoach Matthias Außerleitner ist überzeugt: „Es wird eine ganz enge Kiste.“
Die Spannung tut der Liga jedenfalls gut. Auch dank des neuen Leistungszentrums in Wals geht’s bergauf. „Das Niveau ist seit meiner aktiven Zeit enorm gestiegen“, sagt Crepaz. Davon kann man sich heute selbst überzeugen.

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