Das Berchtesgadener Land wird ab dem Jahr 2027 sein Bus- und Bahn-Netz mit dem Salzburger Verbund verschmelzen. Für Pendler und Vielfahrer sollen sich dadurch erhebliche Erleichterungen ergeben.
Für den „Watzmannexpress“ von Salzburg ins benachbarte Berchtesgaden braucht es aktuell noch zwei Tickets – eines für Salzburg, eines für Bayern. Heute, Freitag, kommt im bayerischen Bad Reichenhall der Kreistag zusammen. Dieser soll beschließen, dass ab 2027 sämtliche Busse und Bahnen von Laufen über Bad Reichenhall bis zum Königsee mit dem Salzburger Verkehrsverbund (SVV) zusammenwachsen. Für die Fahrt nach Berchtesgaden wird also künftig nur mehr eine Buskarte ausreichen.
Mobilität im Grenzraum funktioniert nur, wenn wir sie gemeinsam denken, planen und umsetzen. Die Verbundintegration ist dabei ein echter Meilenstein.

Stefan Schnöll (ÖVP), Verkehrslandesrat
Bild: Andreas Tröster
Einfacher ab Jänner 2027
Vor rund einem Jahr wurde vom Landkreis Berchtesgadener Land eine Studie in Auftrag gegeben, die genau diese Zusammenführung untersuchen sollte. Während es sich beim Verkehrsverbund mit dem Landkreis Traunstein seit Jahren spießt, ist man mit Salzburg weiter. Pendler, Vielfahrer und Ausflügler aus Salzburg oder Bayern können ab Jänner 2027 einfacher und grenzübergreifend öffentliche Verkehrsmittel nutzen.
Wir setzen so ein Zeichen und stärken so sowohl die regionale Attraktivität als auch den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum mit Salzburg.

Bernhard Kern (CSU), Landrat Berchtesgadener Land
Bild: Andreas Tröster
Das Berchtesgadener Land mit seinen 15 Gemeinden wird künftig zu einer eigenen Region im Verbundplan, ähnlich wie etwa der Tennengau. „Unser gemeinsamer Lebens- und Wirtschaftsraum wächst so noch weiter zusammen. Die Menschen profitieren dabei unmittelbar“, so Verkehrslandesrat Stefan Schnöll (ÖVP).
Ticketpreise noch offen
Man schaffe durch die Integration in den SVV zahlreiche Synergien, etwa bei Verkehrsplanung, Bestellungen oder Vertrieb. Zudem macht es in Zukunft die Preisgestaltung für die Fahrkarten einfacher.
Die neue bayerische Netzregion kann wie alle anderen SVV-Regionen als Ticket etwa bei Wochen- oder Monatskarten gekauft oder dazugenommen werden. Für Klimaticket-Besitzer soll es Ergänzungsfahrscheine geben. Die Preise für Karten für die Fahrt von und zum jeweiligen Nachbarn stehen noch nicht fest.
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