James-Bond-Cocktail

Kärntner Rezept! Die lange Reise des „Gin Wayne“

Kärnten
27.11.2025 16:00

Ein Lächeln wie James Bond – unter seiner Führung wurde Cupra zu einer eigenständigen Marke innerhalb des Volkswagen-Konzerns und ist heute eine der am schnellsten wachsenden Automarken in Europa. Am Donnerstag stellt Wayne Griffiths mit Pfau-Brenner Valentin Latschen in Klagenfurt den selbstproduzierten „Gin Wayne“ vor.

Wayne Griffiths ist einer der schillerndsten Unternehmer der Welt. Seit Oktober 2020 war er CEO von Seat, gilt als prägende Figur für den Aufbau der Schwestermarke Cupra. „Wir haben bei null begonnen“, sagt er. Im März trat der 59-jährige Brite überraschend zurück, legte zuvor noch Rekordzahlen auf den Tisch. „Er ist im besten Sinne ein echter Car Guy“, meinte Thomas Schäfer, CEO der Marke Volkswagen, bei der Verabschiedung.

Welt vermutete Comeback als Auto-Magier
Seither ist die ganze Wirtschaftswelt neugierig, wann und bei welcher Marke  Griffiths sein Comeback gibt. Am Dienstag kündigte der 59-Jährige ein Event für Donnerstag in Klagenfurt an, „ich habe an einem Tag 62.000 Klicks bekommen. Alle vermuten, dass ich zurückkehre und das groß vorstelle.“

Dabei hat der Unternehmer bei der Pfau-Brennerei 80 geladene Gäste zur Vorstellung des „Gin Wayne“ geladen. Griffiths kommt seit 30 Jahren nach Kärnten, hat auch ein Haus in Diex. „Derzeit habe ich drei Domizile. Kärnten, München und Barcelona, wo ich in den letzten zehn Jahre gelebt habe.“

Wayne Griffiths war Cupra-Vorstandschef.
Wayne Griffiths war Cupra-Vorstandschef.(Bild: Cupra)

Wayne war auch Barkeeper
Seit neun Jahren schon träumt Wayne den Traum vom eigenen Gin. Am Donnerstag wurde er im urigen Keller der Schleppe Brauerei erstmals eingeschenkt. „Ich komme aus Manchester, mein Vater hatte ein Autogeschäft, verkaufte Fords. Ich war in meiner Jugend auch Barkeeper. Die Briten und Gin sind fest miteinander verbunden“, erzählt Griffiths. „Eigentlich kommt das Getränk aus Holland, für die Engländer war es immer billiger Alkohol. Ich liebe den Gin Martini und Gin Tonic.“

Bond-Drink: „Geschüttelt, nicht gerührt!“
Auch James Bond ist fest mit Gin verbunden. Im Jahr 1953 veröffentlichte Ian Fleming den James-Bond-Roman Casino Royale. Der berühmte britische Geheimagent bestellt darin eine besondere Variante des Martini-Cocktails, die er selbst erfunden hat. Bond benannte den Cocktail später nach Vesper – der Doppelagentin, die er in dem Film liebte. Bond mag den Drink „geschüttelt, nicht gerührt.“

„Geschüttelt, nicht gerührt!“ James Bond Daniel Craig mit dem Martini-Cocktail.
„Geschüttelt, nicht gerührt!“ James Bond Daniel Craig mit dem Martini-Cocktail.(Bild: Filmwirtschaft)

Mostbirne, Äpfel und Weizen
Die Idee für den „Gin Wayne“ haben Wayne Griffiths und Valentin Latschen  schon 2016 beim 50. Geburtstagsfest für Griffiths geboren. „Lange wollte Valentin von der Herstellung von Gin nichts wissen, weil er seit 40 Jahren nur Edelbrände produziert. Er ist dabei kompromisslos und stur“, sagt Griffiths. Aber langsam fanden sie zueinander. „Erst habe ich für den Gin eine Mostbirne genommen und doppelt gebrannt. Die erste Verkostung war aufbauend, aber zugleich auch niederschmetternd“, erzählt Latschen.

2018 entstand das erste Produkt mit Mostbirne als Frucht, Apfel für die Frische und Weizen. „Das war hervorragend, einzigartig wie die Natur in Kärnten.“ Ein Gin, der anders schmeckt als die anderen. „Bei einer Verkostung erhielten wir von Experten 18,5 von möglichen 20 Punkten. Es war ein Genussdrink.“

In der Pfau-Brennerei stellt Griffiths seinen Gin vor,.
In der Pfau-Brennerei stellt Griffiths seinen Gin vor,.(Bild: Christian Tragner)

Berühmter Designer entwarf Flasche
Bis zur Präsentation war es freilich noch ein langer Weg. Es gab Treffen beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel. „Wir wollten eine außergewöhnliche Flasche. Und mussten lange danach suchen. Wir haben den bekannten Architekten und Designer Gregor Eichinger gebeten, eine Gin-Flasche zu entwerfen.“ Die Herausforderung ist gelungen. Schneeweiß, glitzernd, mit dem Verlangen nach mehr.

„Dann kamen Corona und die Energiekrise. Die Zeit verging“, sagt Griffiths.  „2020 hab’ ich jeden Urlaub in Kärnten verbracht. Weihnachen, Ostern, Sommer. Wir hatten viele Ideen, es ist schließlich mein Traum. Die Devise lautete: My way oder no way.“ Letztendlich hat es neun Jahre gedauert. „Zu Griffiths ist eine tiefe Freundschaft entstanden“, sagt Latschen. „Es geht nicht ums Geld, die Produktion könnte keiner zahlen. Da würde eine Flasche mehr als 300 Euro ausmachen.“

500 Flaschen nur für Freunde
80 geladene Freunde waren bei der Präsentation dabei, auch Gregor Eichinger. 500 Flaschen wurden unter dem Motto „For friends, by friends“ hergestellt. „Wir wollen kein Geschäft daraus machen, jeder kann ein Freund von mir werden, dann kriegt er eine Planchette und kann eine Flasche kaufen. Es ist eine Genussware und Handmanufaktur“, sagt der Autoliebhaber. Griffiths beherrscht sechs Sprachen. „Ich bin kein Brite oder Deutscher, sondern ein echter Europäer.“

„Griffiths hat für seinen eigenen Gin sogar einen Weltmarkenschutz erhalten. Das ist fantastisch. Der Gin wird jedes Jahr anders schmecken“, prophezeit Latschen.  „Wir benötigen dafür nicht nur Mostbirne, Äpfel und Weizen, sondern insgesamt acht Zutaten. Auch eine Biogurke ist dabei. Die Zutaten schmecken jedes Jahr anders. Weil es eben regionale Naturprodukte sind. Der Alkohol entsteht aus der Landwirtschaft. Wir sind auf den Gin Wayne alle sehr stolz“, sagt der Pfau-Brenner

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