Schütze identifiziert
Mann eröffnet Feuer auf Soldaten beim Weißen Haus
In Washington sind zwei Angehörige der US-Nationalgarde von Schüssen getroffen worden. Ein Verdächtiger – laut FBI aus Afghanistan – ist gefasst. Der Tatort in der Nähe des Weißen Hauses wurde weiträumig abgesperrt. Für US-Präsident Donald Trump bestand keine Gefahr, er will aber 500 weitere Nationalgardisten in die US-Hauptstadt berufen.
Um den Gesundheitszustand der beiden „gezielt attackierten“ Soldaten bestand von Anfang an Verwirrung: Hatte es zunächst Medienberichte über zwei erschossene Männern gegeben, teilte der US-Präsident mit, dass die Soldaten „schwer verwundet“ wurden, bevor der Gouverneur von West Virginia, Patrick Morrisey, erklärte, dass beide bei dem Angriff gestorben seien.
Wenig später erklärte Morrisey, dass es „widersprüchliche Angaben“ zum Zustand der Opfer gebe, die zum Kontingent des Bundesstaates West Virginia gehörten. In einer eilig einberufenen Pressekonferenz sprachen Ermittler von einem „gezielten Angriff“ und erklärten, dass der Tod der Männer nicht bestätigt werden könne.
FBI: Verdächtiger seit 2021 in den USA
Zum jetzigen Zeitpunkt werde von einem Einzeltäter ausgegangen. Dem Vernehmen nach schwebt der Festgenommene nicht in Lebensgefahr. Nach ersten Informationen, bei denen sich CNN und die AP auf das FBI berufen, soll es sich bei dem Täter um einen Afghanen handeln, der 2021 in die USA gekommen sei. Er sei anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden, Ergebnisse von weiteren Überprüfungen seien aber noch ausständig. Auch zu den Hintergründen der Bluttat gab es noch keine näheren Informationen.
Fernsehbilder zeigten zahllose Einsatzkräfte vor Ort. Der Vorfall ereignete sich offenbar wenige Häuserblocks vom Weißen Haus entfernt. Mehreren Zeugenberichten zufolge soll einer der Männer in den Kopf getroffen worden sein.
Trump bezeichnet Angreifer als „Tier“
„Das Tier“, das für den Angriff verantwortlich sei, hätte ebenfalls schwere Verletzungen erlitten, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social in einer ersten Reaktion. Trump hielt sich während des Vorfalls nicht mehr in der US-Hauptstadt auf. Er war wegen des Feiertags Thanksgiving bereits in Richtung seines Heimatstaates Florida aufgebrochen.
Will weitere 500 Nationalgardisten für Washington
Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte gegenüber Reportern, dass Trump ihn wegen des Angriffs angewiesen habe, 500 zusätzliche Soldaten anzufordern. Der ehemalige Fox-News-Moderator sprach auf den Stufen des Pentagon und bezeichnete die Schießerei als „feige“ und „abscheulich“ und sagte, dass sie „unsere Entschlossenheit, Washington D.C. sicher und schön zu machen, nur noch verstärken würde“.
Trump hatte gegen den Willen der Lokalverwaltung den Einsatz von Nationalgardisten im Hauptstadtdistrikt angeordnet. Er begründete dies mit einem Kriminalitätsproblem in der Hauptstadt, was bei zahlreichen Anwohnern für Unverständnis gesorgt hatte. Derzeit sind rund 2200 Soldaten in Washington stationiert.
Weißes Haus wurde abgeriegelt
Das Weiße Haus wurde zunächst unter eine Alarmstufe namens „Condition Red“ gestellt, die eine potenzielle Lebensgefahr signalisiert, berichtet die „New York Times“. Diese Stufe wurde in der Zwischenzeit auf „Orange“ herabgestuft, was ein „hohes Risiko“, aber nicht unbedingt eine Lebensgefahr bedeutet.









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