Tote, Schwerverletzte

Drei Festnahmen nach Feuerinferno in Hongkong

Ausland
27.11.2025 09:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schockierende Bilder von einem Großbrand in Hongkong: Gleich mehrere Hochhäuser, in denen überwiegend betagte Menschen leben, wurden von einem gewaltigen Feuer erfasst. Mindestens 55 Tote gibt es zu beklagen. 250 Bewohner werden vermisst. 61 Verletzte in Krankenhäusern behandelt. 15 von ihnen befanden sich in Lebensgefahr und 27 sind schwer verletzt.

Fotos und Videos vom Einsatzort zeigen große Rauchschwaden, die aus den Wohnhochhäusern aufstiegen. Wegen Renovierungsarbeiten waren die Gebäude mit einem Baugerüst eingefasst, das lichterloh brannte. Im Inneren einzelner Wohnungen ließen sich Feuerherde erkennen. Verzweifelte Menschen, die in ihren Wohnungen festsaßen, flehten am Telefon um Hilfe.

Auch Feuerwehrmann tot
Mindestens 44 Personen starben in dieser unfassbaren Tragödie, darunter auch ein Feuerwehrmann. Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion bestätigte, war der 37-Jährige bewusstlos am Einsatzort aufgefunden worden und kam zunächst in ein Krankenhaus, wo er später aus dem Leben schied, wie die Hongkonger Zeitung „South China Morning Post“ berichtet.

In dem dicht besiedelten Komplex aus den 1980er-Jahren mit acht Wohnblöcken leben mehr als 4600 ...
In dem dicht besiedelten Komplex aus den 1980er-Jahren mit acht Wohnblöcken leben mehr als 4600 Menschen. Die Flammen breiteten sich auch durch Wind rasch aus und griffen auf sieben der Gebäude über, die alle mehr als 30 Stockwerke hoch sind(Bild: AFP/DALE DE LA REY)
Behörden hatten das Feuer bereits am Nachmittag (Ortszeit) in die höchste Alarmstufe fünf ...
Behörden hatten das Feuer bereits am Nachmittag (Ortszeit) in die höchste Alarmstufe fünf eingeordnet. Das Gebiet umfasst acht Wohnhäuser mit je 32 Stockwerken und insgesamt knapp 2000 Wohnungen. Die Gebäude waren für Renovierungsarbeiten mit Baugerüsten eingefasst.(Bild: EPA/LEUNG MAN HEI)

Medienberichten zufolge retteten die Helfer weitere Überlebende aus den betroffenen Gebäuden. Die Feuerwehr brachte am Morgen (Ortszeit) zudem mehrere Katzen und Hunde, die überlebt hatten, aus den Gebäuden. Wegen der Verkehrsbehinderungen fiel an 13 Schulen der Unterricht aus.

Löscharbeiten dauern an
Den Ermittlern zufolge könnten Verantwortliche der Baufirma grob fahrlässig gehandelt haben. Dies habe zu dem Unfall geführt und eine unkontrollierte Ausbreitung des Feuers verursacht, so Polizeisprecherin Eileen Chung.

Einem Bericht der Hongkonger „South China Morning Post“ zufolge wurden im Zusammenhang mit dem Brand drei Männer wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung festgenommen. Bei den Festgenommenen handle es sich um zwei Direktoren und einen beratenden Ingenieur. Ihnen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, sagte die Sprecherin.

Die Brandursache war weiterhin unklar. Eine Untersuchung wurde eingeleitet, dabei sollen die Sicherheitsstandards des Bambus-Baugerüsts und der daran befestigten grünen Netze unter die Lupe genommen werden.

Die Feuerwehr berichtete etwa von extremen Temperaturen in den oberen Stockwerken und schwierigen Bedingungen bei der Brandbekämpfung.

Fatal: Aufgrund der Renovierungsarbeiten hatten viele Bewohner ihre Fenster geschlossen – und wurden so erst spät auf den Brand aufmerksam. Starke Winde sorgten überdies dafür, dass sich das Feuer schnell ausbreitete.

Der Brand war in der Wohnanlage Wang Fuk Court im Stadtteil Tai Po ausgebrochen und erreichte auf der Skala die Fünf – die schlimmste Gefahrenstufe in Hongkong. Mindestens sieben der insgesamt acht Wohnblöcke mit mehr als 1900 Wohnungen waren laut „South China Morning Post“ betroffen.

Telefonservice eingerichtet
Anwohner in der Nähe des Einsatzortes sollten Fenster und Türen geschlossen halten und die Gegend um die brennenden Gebäude meiden. Die Hongkonger Polizei richtete einen Telefonservice ein, damit die Öffentlichkeit sich über die Opfer informieren konnte.

Hunderte Einsatzkräfte vor Ort
Wie die Hongkonger „South China Morning Post“ berichtete, waren mehr als 800 Feuerwehrleute und 400 Polizisten im Einsatz. Mehr als 900 Menschen suchten Unterschlupf in den von der Stadt eingerichteten Unterkünften.

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