20 Jahre Haft drohen

Mann wollte Sittiche in Unterhose schmuggeln

Viral
18.11.2025 12:00
Porträt von Christian Thiele
Porträt von krone.at
Von Christian Thiele und krone.at

„Was haben Sie denn da in der Hose?“, staunte ein US-Zöllner, als er Jesse Martinez am Flughafen bei der Sicherheitskontrolle zur Seite nahm. Der angesprochene US-Amerikaner, der im Grenzort Tijuana lebt, wies nämlich eine extrem verdächtige Ausbeulung im Schrittbereich auf.

 „Mein Pirrin“, antwortete Martinez grinsend, der auf den mexikanischen Slangausdruck (dt.: „Pimmel“) zurückgriff. Überzeugen konnte er den erfahrenen Zöllner nicht. „Hosen runter“, lautete der Befehl. Woraufhin zwei in die Unterhose gestopfte Elfenbeinsittiche sichtbar wurden.

Laut der Bundesstaatsanwaltschaft von Südkalifornien wollte der 35-Jährige zu Fuß über den Grenzübergang Otay Mesa nahe der Metropole San Diego. Für einen gebürtigen Amerikaner mit US-Pass ist dies eigentlich nur eine Formsache. Doch der Beamte vor Ort schickte Jesse zu einer eingehenderen Untersuchung.

Die vom Aussterben gefährdeten Vögel wurden von Martinez betäubt, atmeten aber glücklicherweise ...
Die vom Aussterben gefährdeten Vögel wurden von Martinez betäubt, atmeten aber glücklicherweise noch und werden nun aufgepäppelt.(Bild: US Attorney’s Office for the Southern District of California)

Vogelart vom Aussterben bedroht
In Jesses Unterhose tauchten zwei braune, kleine Säcke auf, die jeweils einen neuseeländischen Elfenbeinsittich (auch Orangestirn-Sittich genannt) enthielten. Die vom Aussterben gefährdeten Vögel sollen laut Anklage vorher von Martinez betäubt worden sein. Zum Glück atmeten die Sittiche noch und wurden von Beamten des „US Fish and Wildlife Service“ in eine Tierklinik nach Mexiko gebracht, wo sie laut Behördensprecher gesund gepflegt werden.

Horrende Geldstrafe möglich
Martinez muss sich nicht nur wegen versuchten Schmuggels und illegalem Besitz sowie der Gefährdung einer vom Aussterben bedrohten Tierart vor Gericht verantworten. Nach US-Gesetzen müssen Vögel zuerst in Quarantäne, ehe sie nach Amerika hineingelassen werden – um die mögliche Ausbreitung einer Vogelgrippe zu verhindern. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen Martinez 20 Jahre Haft und eine Geldstrafe von 250.000 Dollar.

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