Erfreuliche Meldung aus dem Brenner Basistunnel (BBT). Am Montag wurde im Gemeindegebiet von Navis eine entscheidende Vortriebsarbeit fertiggestellt. Nur noch zwei weitere Maschinen sind aktiv.
Im Mai 2023 machte sich die Tunnelbohrmaschine „Lilia“ im Ahrental auf den Weg, um rund acht Kilometer der Haupttunnelröhre Ost im Baulos „H41 Sillschlucht-Pfons“ zu bohren. Am Montag um 12.40 Uhr wurde im Gemeindegebiet von Navis im Wipptal ein bedeutender Projektschritt realisiert. Die Maschine durchbrach die Haupttunnelröhre Ost und schloss damit die Vortriebsarbeiten in diesem Bereich ab. Die Durchbruchsstelle liegt im Bereich des bestehenden Hilfsangriffs „IRIS“ zum angrenzenden Baulos „H53 Pfons-Brenner“. An derselben Stelle war Ende August bereits die Zwillingsmaschine „Ida“ in der Haupttunnelröhre West angekommen – die „Krone“ berichtete.
Tonnenschwere Maschine durch gefährliche Zonen
Während der Reise des rund 160 Meter langen und 2420 Tonnen Gefährtes unter dem Alpenhauptkamm mussten einige anspruchsvolle geologische Zonen durchquert werden. „Diese konnten jedoch erfolgreich bewältigt werden, ohne dass es zu größeren Verzögerungen oder technischen Problemen kam“, heißt es dazu seitens der betreibenden Brenner Basistunnelgesellschaft BBT SE.
Freude bei Arbeitern, zwei Maschinen noch im Einsatz
Beim Durchbrechen der letzten Hürde gab es auch bei den Mineuren große Freude, genauso bei der Bauherrin sowie der zuständigen ARGE H41 Sillschlucht-Pfons.
Von den ursprünglich neun Tunnelbohrmaschinen, die im gesamten Projektgebiet des BBT eingesetzt wurden, sind aktuell nur noch „Wilma“ und „Olga“ im österreichischen Baulos „H53 Pfons-Brenner“ aktiv.
Der Baufortschritt im BBT liegt aktuell bei 204 von 230 Kilometern. Alleine der Eisenbahntunnel wird 100 Kilometer lang. Die Länge des Tunnels samt der Umfahrung Innsbruck, die unterhalb von Aldrans mündet, liegt bei 64 Kilometern. Damit ist es künftig die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Die Fertigstellung wird für 2032 erwartet.
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