Endometriose

Experte: „Sehr starke Schmerzen sind nicht normal“

Wien
06.10.2025 11:00

In Spezialambulanzen kümmern sich die Kliniken der Stadt um die Frauengesundheit. Und man ist um Aufklärung bemüht.

Etwa 300.000 Frauen in Österreich leiden laut Schätzungen an Endometriose. Doch die Dunkelziffer dürfte viel höher liegen. Denn viele Frauen würden gar nicht wissen, dass sie an der Erkrankung leiden würden. „Die Beschwerden sind sehr unspezifisch, können beim Geschlechtsverkehr auftreten, beim Harn lassen oder als zyklischer Unterbauchschmerz“, erklärt Gynäkologe Christoph Wohlmuth. Auch ein unerfüllter Kinderwunsch kann auf Endometriose hindeuten.

Jetzt mit Spezialambulanz in Wien
Unter Endometriose versteht man eine gutartige, chronisch verlaufende Erkrankung. Dabei tritt Gewebe, das die Innenseite der Gebärmutterhöhle auskleidet, an anderen Stellen des Körpers auf. Die Spezialambulanzen des Wiener Gesundheitsverbundes für von Endometriose betroffene Frauen behandelten im Vorjahr 666 Patientinnen, zwischen Jänner und August 2025 waren es schon 586. „Im Bereich der Bewusstseinsbildung hat sich viel getan“, sagt Wohlmuth. Endometriose ist zwar nicht heil-, aber durchaus therapierbar. Neben einer Hormontherapie ist die effektivste Behandlung die chirurgische Entfernung der Herde. 

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