Nach anonymer Kritik aus den eigenen Reihen am Geschäftsführer des gemeinnützigen Salzburger Wohnbauriesen Gswb kamen nun weitere Anschuldigungen zutage. Es geht unter anderem um Fahrtkostenabrechnungen.
Die Gswb-Zentrale kommt weiter nicht zur Ruhe. Vor einer Woche machte ein internes Schreiben die Runde. Anonym wurden schwere Vorwürfe gegen Geschäftsführer Ferdinand Hochleitner geäußert. Der Aufsichtsrat leitete daraufhin eine externe Sonderprüfung der Anschuldigungen ein. Bis Dezember sollen diese aufgeklärt werden. Nun kommen neue Vorwürfe gegen Immobilien-Manager Hochleitner ans Licht.
Spesentricks und Fast-Förder-Fehler
„Bei mir wurden glaubhafte Anschuldigungen deponiert“, sagt Simon Heilig-Hofbauer. Der Grünen-Landtagsabgeordnete nennt gegenüber der „Krone“ Details. So soll es etwa Vorwürfe geben, Hochleitner habe bei Fahrtkostenabrechnungen getrickst. Er habe Spesen falsch abgerechnet, anstatt seines Wohnorts in Oberösterreich die Firmenzentrale in der Stadt Salzburg als Startpunkt eingegeben.
Es ist fraglich, ob mit dem jetzigen Geschäftsführer an der Spitze die Vorwürfe auch wirklich alle aufgearbeitet werden können.
Simon Heilig-Hofbauer, Grüne
Brisanter wiegen aber Vorwürfe, die nicht unmittelbar auf den Geschäftsführer zurückzuführen sind: Die Gswb habe wegen mangelnder Einreichungen nur um Haaresbreite eine millionenhohe Förderung des Landes nicht verpasst. Man munkelt, es habe dazu gar einige Telefonate auf politischer Ebene gebraucht.
Der Gswb-Chef möchte sich zu den vorgebrachten Anschuldigen weiter nicht öffentlich äußern. Er verweist auf das Prüfungsergebnis, das bis Dezember vorliegen soll. Das geht Heilig-Hofbauer zu langsam: „Es gibt in dem Fall nur ja oder nein – entweder es war so, wie vorgeworfen wird, oder eben nicht.“
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