Österreichs Davis-Cup-Team kennt seinen Gegner beim Final-8-Turnier in Bologna. Die Truppe von Jürgen Melzer trifft im November auf Gastgeber Italien.
Österreichs Davis-Cup-Team geht als krasser Außenseiter ins Final 8 der acht besten Nationen in Bologna: Die Truppe von Kapitän Jürgen Melzer trifft auf Gastgeber und Titelverteidiger Italien. Dies ergab die Auslosung am Mittwoch für das Finalturnier vom 18. bis 23. November. Das Viertelfinale gegen Jannik Sinner und Co. ist für Mittwoch, 19. November (16.00 Uhr) angesetzt. Das ÖTV-Team hatte sich mit einem 3:2-Auswärtssieg in Ungarn für das Viertelfinale qualifiziert.
„Das ist natürlich das ungünstigste Los, das wir bekommen konnten“, gestand ÖTV-Sportdirektor Melzer und fügte hinzu, „Mehr Außenseiter könnte man nicht sein. Aber wir müssen unser Bestes versuchen, um die Überraschung zu schaffen – das passiert hin und wieder mal, und darauf müssen wir bauen.“ Melzer erwartet vor 10.500 Fans eine „Top-Atmosphäre“. Man wolle sich so gut wie möglich verkaufen. Neben Sinner verfügt Italien mit Lorenzo Musetti über einen weiteren Top-Ten-Mann, während Österreich aktuell mit Filip Misolic einen Top-100-Vertreter hat.
Bilanz gegen Italien: 1:5
Im insgesamt fünften Viertelfinale auf oberstem Niveau kämpfen die Österreicher um ihr zweites Halbfinale überhaupt nach 1990. Das bisher letzte Duell der rot-weiß-roten Equipe mit Italien weckt gute Erinnerungen bei älteren Tennis-Fans, liegt aber schon 35 Jahre zurück. Auf dem Weg ins bisher einzige Halbfinale, dem legendären 2:3 gegen die USA im Wiener Praterstadion, hatte das ÖTV-Team gegen die Azzurri im Dusikastadion mit 5:0 gewonnen. Im neuen Modus gibt es nur noch zwei Einzel und ein Doppel. In der Gesamtbilanz führt Italien allerdings 5:1.
Schauplatz ist die Halle Bologna Fiere, gespielt wird auf Hartplatz. Der Sieger des Länderkampfs trifft im Halbfinale entweder auf das als Nummer 3 gesetzte Frankreich oder Belgien. In den anderen Viertelfinali treffen Spanien und Tschechien (4) bzw. Argentinien und Deutschland (2) aufeinander. Das Finale geht am Sonntag (23.11./11.00 Uhr) in Szene.
Mögliches Endspiel mit Sinner gegen Alcaraz
„Italien als Gastgeberland, Nachbarland und Nummer-1-Tennisnation ist eine schwere, aber tolle Auslosung. Unter den letzten acht der Welt ist die Luft dünn. Die Hoffnung lebt“, lautete der erste Kommentar von ÖTV-Präsident Martin Ohneberg.
Offen ist freilich noch die endgültige Besetzung der Teams. Möglich wäre ein Finale Italien gegen Spanien und damit bei Topbesetzung auch ein Duell von Sinner mit Carlos Alcaraz, also die ATP-Nummer 2 gegen die Nummer 1.
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