In Leopoldsdorf im Bezirk Bruck an der Leitha (Niederösterreich) warten die Bürger noch immer darauf, dass die Gehsteige nach dem Glasfaserausbau neu asphaltiert werden. Anrainer Ernst Graf schaltet nun den auf Strafrecht spezialisierten Anwalt Manfred Ainedter ein, um diesem Missstand ein Ende zu bereiten.
„Bereits 254 Tage leben wir hier in einer Schotterwüste“, beklagt Ernst Graf die noch immer anhaltende Situation in seinem Heimatort Leopoldsdorf, Bezirk Bruck an der Leitha. „Lediglich bei den Querungen wurde asphaltiert, damit die Unfallgefahr für Rad-, Scooter- und Mopedfahrer gebannt ist“, beschreibt er die einzigen Fortschritte im Ort.
Anwalt ortet Amtsmissbrauch
Zur Vorgeschichte: Im Jänner wurden die Gehsteige für den Glasfaserausbau aufgegraben. Bis heute sind fast alle Straßenzüge – trotz ständiger Kritik – nicht wieder asphaltiert. Sturzgefahr sowie ständige Staubbelastung ärgern die Anrainer nun schon acht Monate lang.
Graf reicht es jetzt. „Ich habe den Strafrechtsexperten Manfred Ainedter kontaktiert. Dieser meint dazu: ,Die Untätigkeit und Unterlassung stellen nach dem Strafgesetzbuch eindeutig den Tatbestand eines Amtsmissbrauches dar‘“. Graf: „Ainedter bereitet nun eine Strafanzeige gegen den Bürgermeister und seinen Vize vor. Im Falle einer Verurteilung drohen mehrjährige Haftstrafen“, so der Leopoldsdorfer.
Wir hoffen, dass noch im September mit den Asphaltierungsarbeiten der aufgegrabenen Gehsteige begonnen wird.
ÖVP-Bürgermeister Fritz Blasnek
Bürgermeister hofft auch auf rasche Erledigung
ÖVP-Bürgermeister Fritz Blasnek ist sich indes bewusst, dass die Bevölkerung ungehalten ist. „Leider mussten die Asphaltierungsarbeiten noch einmal ausgeschrieben werden, weil die Österreichische Glasfaser-Infrastruktur-Gesellschaft Probleme mit der beauftragten Baufirma hatte“, erklärt er den Sachverhalt.
„Die Arbeiten sollten jedoch bis Jahresende beendet sein“, hofft auch er auf ein schnelles Ende dieser unangenehmen Schotterwüste.
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