Arzt kritisiert

„Sinnloser und teurer Umweg für Bürger mit Brille“

Oberösterreich
24.08.2025 08:00

Franz Burghuber (79) war jahrzehntelang Gemeindearzt in Rohrbach. In dieser Funktion wurde er auch als führerscheinsachverständiger Arzt herangezogen. „Allgemeinmediziner haben aber nicht die medizinisch-technische Ausrüstung, um eine Sehschwäche exakt diagnostizieren zu können“, macht er auf eine Problematik aufmerksam.

Probanden müssten zusätzlich zum Augenfacharzt oder Optiker geschickt werden, deren Befunde dem hausärztlichen Gutachten beigelegt würden. „Aufgrund dessen trägt die Behörde den Sehbehelf in den Führerschein ein.“

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Führerscheinbesitzer haben einen unnötigen Zeitaufwand und müssen die Kosten für das Gutachten bezahlen.

Franz Burghuber (79) war 34 Jahre lang Gemeindearzt.

Betroffene hätten somit einen unnötigen Zeitaufwand und müssten die Kosten fürs Gutachten zahlen. „Dieser umständliche, sinnlose und teure Umweg ließe sich vermeiden.“ Das trifft ihn nun selbst, da er eine Brille nachtragen lassen will.

Sein Vorschlag
Am fachärztlichen Befund und dem Ergebnis der Brillenglasbestimmung des Optikers bräuchte nur die mit dem Sehbehelf erzielte Sehstärke angegeben werden. „Wenn diese den Mindestvisus – 0,5 Prozent für Führerscheinklasse B – erreicht, kann die Behörde die Eintragung selbst vornehmen.“ Im Verkehrsressort des Landes verweist man auf bundesgesetzliche Vorgaben: „Uns sind die Hände gebunden.“ 

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