05.12.2013 11:21 |

Platz tiefgefroren

Salzburg trotz Siegs sauer: "Das war irregulär"

Red Bull Salzburg hat schon nach Runde 18 als Herbstmeister und "Winterkönig" zwei inoffizielle Titel in der Tasche. Dem zehn Punkte voranliegenden Tabellenführer war nach dem Last-minute-2:1-Sieg beim WAC am Mittwochabend aber nicht nur zum Feiern zumute, zu groß war der Ärger über die aufgrund der Kälte schlechten Bedingungen in der Lavanttal-Arena.
Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Die Kärntner hatten versucht, vor der Partie zumindest die Strafräume mit Heizkanonen aufzuwärmen, viel brachte diese Maßnahme allerdings nicht. Der Platz war tiefgefroren, die Spieler hatten deshalb große Probleme, das Verletzungsrisiko war groß. Das Niveau in den 90 Minuten war dementsprechend, spielerische Highlights waren Mangelware.

"Das war irregulär. Unter solchen Bedingungen sollte man nicht spielen, so einen Platz kann man nicht akzeptieren. Das hat nichts mit Bundesligafußball zu tun", ärgerte sich Salzburg-Trainer Roger Schmidt. "Kein Spieler hat einen Stand, kein Pass kommt zum Nebenmann, ich glaube nicht, dass es den Zuschauern Spaß macht, so ein Spiel anzuschauen", legte der Deutsche verbal nach.

Auch WAC-Trainer Dietmar Kühbauer war über die Bedingungen nicht erfreut. "Wenn ich sagen würde, dass die Partie dadurch nicht beeinträchtigt war, würde ich lügen. Wir müssen die Gegebenheiten aber hinnehmen, auch wenn sie schlecht sind", sagte der Burgenländer. Seine Truppe muss am Sonntag gegen Rapid neuerlich im eigenen Stadion antreten, aufgrund der Austragung als Nachmittagspartie ist zumindest mit etwas besseren Verhältnissen zu rechnen.

Die Kärntner sind jedenfalls nach der dritten Niederlage in Folge mitten im Abstiegskampf zurück. "Wir waren nie befreit vom Abstiegskampf, wer das geglaubt hat, war auf dem falschen Dampfer", sprach Außenverteidiger Joachim Standfest Klartext. Noch haben die Wolfsberger als neuer Vorletzter fünf Punkte Vorsprung auf das Tabellenende.

Ärger auch bei den Grödigern
So wie die "Bullen" waren übrigens auch die Grödiger nach der Mittwochsrunde verärgert. Der Aufsteiger aus Salzburg kassierte gegen Innsbruck eine 3:5-Heimniederlage und tobte über die Leistung von Schiedsrichter Gerhard Grobelnik, der mit Maximilian Karner (57.), Mario Leitgeb (75.) und Peter Tschernegg (79.) drei Spieler ausschloss. "Zur Schiedsrichterleistung sage ich gar nichts, das ist besser so", betonte Grödig-Trainer Adi Hütter, der auch auf die Tribüne verbannt wurde. Für ihn sei nur der Ausschluss von Leitgeb gerechtfertigt gewesen. Die Grödiger Kicker bekamen deshalb sicherheitshalber ein Interview-Verbot auferlegt.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Donnerstag, 20. Jänner 2022
Wetter Symbol
(Bild: whow)