market-Umfrage

Mehrheit rechnet immer noch in Schilling

Österreich
20.11.2013 11:45
Rund zwölf Jahre nach der Einführung des Euro rechnet die Mehrheit der Österreicher immer noch bevorzugt in der alten Landeswährung, dem Schilling. Nur knapp 40 Prozent haben sich voll und ganz auf die Gemeinschaftswährung umgestellt, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts market hervorgeht. Sechs von zehn Österreichern haben somit auch Ende 2013 noch immer den Schilling im Kopf.

Lediglich 37 Prozent der von market Befragten erklärten, sich total auf den Euro umgestellt zu haben. 48 Prozent rechnen noch hin und wieder in Schilling um, zwölf Prozent etwas öfter. 65 Prozent gaben an, bei größeren Einkäufen umzurechen, 32 Prozent bei täglichen Besorgungen. Knapp die Hälfte der Österreicher (46 Prozent) rechnen im Fall von kostspieligen Anschaffungen wie Auto oder Haus in Schilling, 41 Prozent bei Freizeitausgaben.

Abstimmung in der Infobox: Rechnen Sie noch in Schilling um?

Mehrheit der Jungen ohne Scheu vor Euro
Deutlich zu erkennen ist das starke Altersgefälle bei den Schilling-Rechnern. So haben bei den Unter-30-Jährigen 71 Prozent keinerlei Scheu mehr vor der Verwendung der Gemeinschaftswährung, bei der Generation 50 plus sind es hingegen nur 20 Prozent. Auch Höhergebildeten fällt der Zugang zum Euro leichter. Für die Umfrage wurden in der Vorwoche 446 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen online befragt.

Noch 8,8 Milliarden Schilling nicht umgetauscht
Wie sehr die Österreicher am Schilling hängen, zeigen auch Zahlen der Oesterreichischen Nationalbank: Demnach waren bis zum heurigen Sommer noch 8,8 Milliarden Schilling (rund 640 Millionen Euro) nicht umgetauscht worden. Etwa ein Drittel ist nicht mehr auffindbar, ein Drittel ist im Ausland und ein Drittel könnte noch gewechselt werden, wie der Kassendirektor der OeNB, Gerhard Schulz, im Juli erklärte.

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