"Million Mask March"
London: Anonymous-Proteste vor Buckingham-Palast
Nur wenige Meter vor dem königlichen Palast wurden Feuer entfacht und Feuerwerkskörper gezündet. Die Polizei griff teilweise in Kampfausrüstung gekleidet ein, worauf manche Demonstranten Glasflaschen warfen. Sie verbrannten aber auch aus Protest gegen die hohen Kosten ihre Stromrechnungen.
Gegen staatliche Überwachung
Unter den Demonstranten waren viele Studenten. Sie sind mit der zunehmenden staatlichen Überwachung der Bürger nicht einverstanden. Der 21-jährige Sean Rosner war extra aus Norfolk im Osten Englands angereist. Er sei letztes Jahr als Hacker festgenommen worden, obschon er nichts getan habe, beteuert der selbständige Programmierer. Deswegen habe er sich Anonymous angeschlossen: "Wir sind hier, um für das einzustehen, woran wir glauben. Um die Welt zu verbessern."
Märsche rund um den Globus
Die Aktivistengruppe hatte weltweit zu Protestmärschen unter dem Namen "Million Mask March" aufgerufen. Auch in Japan, Australien und Neuseeland gab es ähnliche Proteste. In Rio de Janeiro wurde der Verkehr lahmgelegt. In Berlin, Madrid, Washington, Dublin, Warschau und Beirut gingen die Menschen ebenfalls auf die Straße.
In den Fußstapfen von Guy Fawkes
Der 5. November war als Datum nicht zufällig gewählt. Am 5. November 1605 hatte Guy Fawkes, ein britischer Rebell, mit Sprengstoff ein erfolgloses Attentat auf den König von England verübt. Die Geschichte wurde in jüngster Zeit vor allem durch den Film "V for Vendetta" einem größeren Publikum bekannt. Die Gruppe Anonymous benutzt als ihr Zeichen die Guy-Fawkes-Maske.












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