In einer Aussendung betonte Natter, dass der Grund für seinen Schritt die Doppelfunktion des kaufmännischen Direktors Peter Weinhäupl bei der neu gegründeten Klimt-Ucicky-Foundation als Vorsitzender des Vorstandes sei.
Die "Gustav Klimt. Wien 1900 Privatstiftung", die über 14 Klimt-Werke aus der ehemaligen Sammlung Gustav Ucicky, einem der führenden Regisseure der NS-Zeit, verfügt, sieht sich teils mit Raubkunstvorwürfen konfrontiert. Weinhäupl ist der Vorsitzende des Vorstands der neuen Stiftung, was Natter ebenso wie die Familie Leopold erst aus den Medien erfahren habe, beklagte der Museumschef. Dennoch sei Weinhäupls Doppelfunktion vom Vorstand des Leopold Museums nicht als Unvereinbarkeit gesehen worden.
"Die Sicht des Vorstandes ist zu akzeptieren, aber für meine Person ziehe ich die Konsequenzen und verlasse das Leopold Museum. Mit heutigem Tag habe ich die Kündigung meines Dienstverhältnisses eingereicht", so Natter.
Erfolgreich mit Klimt und nackten Männern
Der heute 52-jährige Experte für die Kunst der Wiener Moderne hatte über lange Zeit als der gleichsam natürliche Nachfolger des 2010 verstorbenen Sammlers Rudolf Leopold gegolten. In den zwei Jahren seit Amtsantritt am 1. Oktober 2011 konnte der neue Direktor einige höchst erfolgreiche Ausstellungen verwirklichen. Die hochinszenierte Schau "Klimt persönlich" zog im Jubiläumsjahr 2012 über 250.000 Besucher an.
Auch die auf den männlichen Akt fokussierte Ausstellung "Nackte Männer" wurde mit knapp 200.000 Schaulustigen zum großen Erfolg und ist derzeit in Paris zu sehen. Weniger handfest war da "Wolken - Bilder zwischen Himmel und Erde" im heurigen Jahr. Zuletzt wurde die Oskar-Kokoschka-Ausstellung "Das Ich im Brennpunkt" eröffnet.












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