Hosp ist Österreichs letzte Weltcup-Gesamtsiegerin (2007), hat sich aber seitdem von einer Technikspezialistin zunehmend zu einer immer speedlastigeren Allrounderin entwickelt. Deshalb hat die Team-Weltmeisterin und Superkombi-Dritte von Schladming 2013 im Sommertraining für die Olympia-Saison auch die Abfahrts-Vorbereitung in Südamerika mitgemacht.
"Will irgendwann noch Abfahrt gewinnen"
"Ich brauche das für die Kombi und letztlich ist es ja auch noch ein Ziel von mir, irgendwann auch eine Abfahrt zu gewinnen", würde Hosp gerne in den erlauchten Kreis jener sechs Damen vordringen, die Siege in allen fünf Disziplinen vorzuweisen haben.
Schon im Vorjahr war Hosp auf dem steilen Rennhang in Sölden nicht dabei gewesen. Damals aber hatte sie nach überstandener Qualifikation aus gesundheitlichen Gründen passen müssen. "Ich werde Sölden auch diesmal im TV miterleben, was für eine ehemalige Siegerin nicht einfach ist", gestand die Bichlbacherin. Wie Schild hat sie aber auch andere, gute Gründe, die einen Verzicht leichter machen. "Ich bin dort auch zwei Mal mit dem Helikopter weggeflogen worden", erinnert sich die Siegerin von elf Weltcuprennen.
Ob sich Sölden damit erledigt hat, möchte Hosp aber nicht unterschreiben, auch wenn sich ihre Karriere-Pläne noch nicht eindeutig über den kommende Olympiawinter hinausbewegen. "Ein WM-Start in Vail 2015 ist derzeit nicht Pflicht", macht Hosp klar, dass ein Antreten bei der nächsten Weltmeisterschaft im US-Staat Colorado noch nicht fix ist.
"Will schon noch zeigen, dass ich der Chef bin"
Zwei Gründe gibt es aber doch, warum man Hosp auch 2014/15 noch zwischen den Torstangen erleben könnte. "Mir fehlt ja noch eine WM-Medaille im Super-G, um meine Sammlung komplett zu machen", lautet der eine." Grund zwei ist - Sölden. "Einmal", so Hosp, "möchte ich dem Hügel dort schon noch zeigen, dass ich da der Chef bin."
Los geht's für die Tirolerin aber vorerst - wie für Schild - erst mit dem November-Slalom in Levi und einer "Rentierjagd". Als Siegespreis werden die Finnen heuer neben Blumen und Preisgeld erstmals auch ein original Lappland-Rentier an den Gewinner vergeben.








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