Nervös? Fehlanzeige!

1. MotoGP-Training für Bauer: “Gut geschlagen!”

Sport
23.08.2013 18:41
"Mir ist egal, wie ihr es löst. Hauptsache, die Startfunktion streikt nicht mehr" – Martin Bauer beendete seinen minutenlangen Analyse-Monolog mit einem Lächeln. Seine Technik-Crew atmete kurz durch, dann ging's retour an die Arbeit. Bei einem Startversuch am Ende des ersten Trainings war der Motor des BMW-Suter-Prototypen abgestorben - weshalb der 37-Jährige zu Fuß retour in die Box gekommen war, sieben Minuten nach dem offiziellen Trainingsende. Kein Problem für den 37-Jährigen, der am Freitagnachmittag in Brünn seinen ersten offiziellen Arbeitstag in der MotoGP hatte: "Fazit? Gut geschlagen!"

Obwohl Bauer in puncto Topspeed rund 30 km/h auf Marquez, Pedrosa und Co. und damit auf die Besten der Welt fehlten, landete der Niederösterreicher im ersten freien Training auf Platz 22, im zweiten auf Rang 23. "Bis zum Kurveneingang bin ich gut dabei, danach habe ich Probleme", sagte Bauer. "Wenn wir diese geregelt kriegen, sind wir eine Sekunde schneller und können eine 1:59er-Zeit schaffen. Das ist mein persönliches Ziel."

Nervosität? Fehlanzeige!
Sein "erstes Mal" in der Königsklasse der Motorrad-WM – es wirkte so, als ob er schon lange Teil des MotoGP-Zirkus wäre. Angespannt wirkte er, zugleich aber abgeklärt. Nervosität? Fehlanzeige! "Wir haben Lampenfieber, aber das ist auch gut so", verriet Team-Inhaber Andreas Bronnen.

Der Aufritt des Remus-Racing-Teams, das für den Tschechien-Grand-Prix eine Wildcard erhalten hatte, ist hochprofessionell – vor der Box 16 parkt der schwarze Team-Truck mit Grazer Kennzeichen. Hinter dem grünen Garagen-Tor wurde ein roter Teppich verlegt, eine sechsköpfige Crew kümmert sich um Bauer und seine von Fritz Schwarz aufgebauten Bikes.

Erstes Qualifying für Bauer in der MotoGP
Physiotherapeut Erwin Göllner, der früher Formel-1-Weltmeister Jacques Villeneuve betreute, weicht nicht von seiner Seite. Ebenso Ehefrau Nicole, die die Handy-Kamera zückte, als ihr Herzblatt um 9.55 Uhr als einer der ersten Piloten auf die 5,4-Kilometer-Runde ging. Und am Samstag steigt das Qualifying, das erste für Bauer in der MotoGP.

Die Freitagsbestzeit sicherte sich übrigens der Deutsche Stefan Bradl in 1:56,500 Minuten, damit war der Honda-Pilot knapp schneller als der spanische Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha), der am Vormittag in 1:56,698 der Schnellste gewesen war.

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