Musik in die Stadtteile bringen – das gilt als Herzensprojekt des Musikum-Direktors Ludwig Nussbichler. Ein erster Pilotversuch dazu startete bereits im Oktober 2024: Das Musikum nutzt für den Unterricht derzeit den dritten Stock des Seniorenheims Itzling. Dort hat die Stadt beschlossen, neu zu bauen. Bis die Bagger auffahren, geben dort allerdings Flöten, Trompeten, Gitarren oder Geigen den Ton an.
Nussbichler erklärt: „Wir wollen mit dem Musikum Satelliten bilden – das heißt, in allen Stadtteilen, dort wo es Sinn macht, wie Seniorenheimen oder in Kirchennähe, unseren Unterricht auslagern.“ Itzling sei ein erster Leuchtturm. Drei Proberäume und mehrere Nebenräume stehen für die Musikschule bereit. Unterrichtet wird tagsüber, abends, an Wochenenden.
Sebastian Lankes, SPÖ-Kultursprecher und Förderer des Projektes, sagt: „Leerstand zu nutzen entspricht dem Parteiübereinkommen. Hier in Itzling können wir nicht benötigte Räume kostenlos für das Musikum bereitstellen – eine Win-Win-Situation“.
Für die Gratis-Nutzung braucht es noch einen Beschluss der Stadtregierung, dieser soll heute im Bauausschuss fallen. Bis 2027 ist die Nutzung für das Musikum einmal garantiert. Parallel dazu ist Nussbichler bereits auf der Suche nach alternativen Leerständen. Das Herzensprojekt soll schließlich weitergehen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.