30.07.2013 12:09 |

In Schutt und Asche

Neue Fotos zeigen Ausmaß der Zerstörung in Syrien

Neue Fotos aus der syrischen Stadt Homs, einer der Hochburgen der Rebellenbewegung gegen Präsident Bashar al-Assad, zeigen die Zerstörung, die der über zwei Jahre andauernde Bürgerkrieg über das Land gebracht hat. Ganze Häuserblocks liegen in Schutt und Asche, wohl kein Gebäude hat die Gefechte unbeschadet überstanden. Zehntausende Bewohner sind vor der Gewalt geflohen - Homs gleicht vielerorts einer Geisterstadt.

Einst war Homs, die drittgrößte Stadt Syriens, Heimat von 650.000 Menschen. Doch der Krieg hat Zehntausende zur Flucht gezwungen und wohl ebenso viele getötet - mehr als 100.000 Tote sind laut UNO landesweit bereits zu beklagen, über zwei Millionen Menschen mussten fliehen.

Die Rebellenhochburg zählt zu den am heftigsten umkämpften Gebieten. Selbst vor Wahrzeichen der Stadt macht der Krieg keinen Halt, so wurde etwa die Moschee Khalid Ibn al-Walid (Bild 1) schwer beschädigt.

Offenbar wichtige Eroberung für syrische Armee
Derzeit rühmt sich die syrische Armee (Bild 2), nach wochenlangen Kämpfen den Bezirk Khalidiya (Bild 3) in Homs erobert zu haben, der den Rebellen seit Beginn des Krieges als ein Stützpunkt diente. Doch Berichten von Menschenrechtsorganisationen zufolge gehen auch hier die Kämpfe weiter. Von den einst 80.000 Einwohnern des Bezirks sollen demnach nur noch 2.000 übriggeblieben sein - Homs gleicht vielerorts einer Geisterstadt (weitere Bilder).

Landstrich von großer strategischer Bedeutung
Übernimmt die Armee die Kontrolle in Khalidiya, wäre dies der zweite schwere Rückschlag für die Rebellenbewegung in wenigen Monaten. Anfang Juni eroberten Kämpfer des Regimes die Stadt Qusair in der Provinz Homs, nahe der Grenze zum Libanon. Der Landstrich und die gleichnamige Stadt gelten als strategisch besonders wichtig, da sie als Verbindung zum Norden sowie der Küste dienen.

Blutiger Bürgerkrieg mit chaotischem Frontverlauf
Aus diesem Grund soll sich auch die libanesische Hisbollah auf die Seite der syrischen Armee geschlagen und bei der Eroberung von Qusair eine wichtige Rolle gespielt haben. Die Hisbollah will sich zu der angeblichen Einmischung nicht äußern.

Auch andernorts ist der Frontverlauf kaum noch zu überblicken, allerlei ausländische Gruppen wie Dschihadisten und Kurden sind involviert - was dazu führt, dass sich inzwischen mancherorts verschiedene Rebellengruppen gegenseitig bekämpfen.

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