29.07.2013 16:44 |

CL-Qualifikation

Janko traut "Bullen" Aufstieg gegen Fenerbahce zu

ÖFB-Teamstürmer Marc Janko traut seinem Ex-Klub Red Bull Salzburg in der Qualifikation zur Champions League das Überstehen der ersten Hürde Fenerbahce Istanbul zu. Grund dafür ist laut dem Türkei-Legionär nicht nur die größere Eingespieltheit der Salzburger, sondern auch die Unruhe die beim türkischen Spitzenklub laufend herrscht. Zudem könnten die "Kanarienvögel" den österreichischen Vizemeister unterschätzen.
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"Fenerbahce und die Türken allgemein stellen sich weit über Salzburg und die österreichische Liga. Es könnte sein, dass sie nicht die volle Ernsthaftigkeit an den Tag legen", meinte Janko. "Dazu sind sie in der Vorbereitung noch nicht so weit." Während die Bullen bereits drei Pflichtspiele in den Beinen haben, beginnt die türkische Liga erst Mitte August.

"Mannschaft hat sich gefunden"
Vom Saisonstart seines Ex-Klubs zeigte sich Janko beeindruckt. "Die Mannschaft ist zusammengeblieben und hat sich gefunden. Es ist der gleiche Trainer, die gleiche Führungsriege. Das hat sich bezahlt gemacht", meinte der 30-Jährige, der Red Bull im Sommer 2010 in Richtung Twente Enschede verlassen hatte und über den Umweg FC Porto bei Trabzonspor in der Türkei gelandet ist. Dort ist er nicht glücklich, arbeitet nach einer Muskelverletzung aber an einem Comeback.

Schon zu seiner Zeit in Salzburg (2005-2010) waren die Saisonen die besten, vor denen kein großer Umbruch stattgefunden hatte. "Wenn man eine Wunde neu aufreißt, blutet sie jedes Mal. Man muss aber manchmal warten, bis Haut drüber gewachsen ist", bediente sich Janko einer Metapher. Zwar gewann man 2009 unter Huub Stevens alle Spiele der Europa-League-Gruppenphase, die Königsklasse hat Janko mit den Bullen aber nie erreicht.

"Champions-League-Chance realistisch"
"Sie haben den Anspruch, in der Champions League zu spielen. Das ist auch realistisch. Ich hoffe, dass sie es endlich schaffen", versicherte der Goalgetter. "Mein Herz schlägt immer noch für Salzburg. Stand jetzt traue ich es ihnen zu, dass sie weiterkommen." Das Hinspiel steigt am Mittwoch in Wals-Siezenheim, das Rückspiel am darauf folgenden Dienstag (6. August) im Sükrü Saracoglu Stadion von Istanbul.

Einen überdimensionalen Heimvorteil für Fenerbahce erwartet Janko nicht. "Der zwölfte Mann wird nicht so stark sein, weil sie Salzburg nicht als so ernsthaften Gegner wahrnehmen", sagte der Niederösterreicher. Dazu komme das ständig wiederkehrende Thema Spielmanipulationen, das immer noch die Europacup-Spielberechtigung des Klubs gefährdet. "Es herrscht extrem viel Unruhe im Verein, das stößt vielen Spielern sauer auf", erklärte Janko. "Viele wollen weg."

All diese Faktoren sprechen für Salzburg, die Qualität des Kaders aber natürlich immer noch für Fenerbahce. "Wenn es bei ihnen rund läuft, sind sie über Salzburg zu stellen", meinte Janko. Das tut es derzeit aber ganz und gar nicht. "Daher werden es offene Spiele werden", vermutete der Türkei-Export. "Salzburg hat speziell in der Offensive eine junge, hungrige Mannschaft, die Fenerbahce wehtun kann."

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