"Concordia"-Prozess

Schettino: “Offiziere haben Anweisungen nicht verstanden”

Ausland
18.07.2013 18:10
Francesco Schettino, Kapitän des im Jänner 2012 havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia", hat sich beim Prozess gegen ihn in der toskanischen Stadt Grosseto am Donnerstag wieder einmal verteidigt. Er behauptete dabei, dass er kurz vor dem Unglück ein Manöver angeordnet habe, das jedoch nicht gelungen sei – vermutlich, weil seine Anweisungen nicht verstanden wurden.

"Der Steuermann hat die Anweisungen begriffen, andere Offiziere auf der Kommandobrücke nicht - wahrscheinlich, weil sie erschrocken waren. Wenn das Manöver nach meinen Anweisungen erfolgt wäre, hätten wir die Felsen nicht gerammt", versicherte Schettino.

Antrag von Privatbeteiligten abgelehnt
Das Gericht in Grosseto hat inzwischen einen Antrag von Privatbeteiligten am Prozess gegen Schettino abgelehnt, die eine Konfiszierung der Besitztümer der Kreuzfahrtgesellschaft Costa Crociere gefordert haben. Diese Forderung war von einigen Überlebenden eingereicht worden, die die Entschädigung der Reederei nicht angenommen haben.

Bei der Havarie des 290 Meter langen Kreuzfahrtschiffes kamen 32 Menschen ums Leben. Die "Costa Concordia" war zu nahe an die Insel Giglio herangefahren, hatte einen Felsen gestreift und war mit mehr als 4.200 Personen an Bord, darunter 77 Österreicher, gekentert.

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