10.07.2013 06:17 |

Ungewisse Zukunft

Wohin verschlägt es den "Ladenhüter" Hoffer heuer?

Von Einjahresverträgen hat er genug, denn die führten dazu, dass ein einst gefürchteter und umworbener Torjäger bereits im Alter von 26 Jahren ein "Ladenhüter" zu werden droht: Vor vier Jahren lieferten Erwin "Jimmy" Hoffer und Stefan Maierhofer als 50-Tore-Sturm Rapids Schlagzeilen, jetzt sind beide ohne Klub. Hoffers gut dotierter Vertrag bei Napoli läuft zwar noch ein Jahr, aber er spielt seit 2010 nicht mehr bei den Italienern.

Trainer Roberto Donadoni, der ihn 2009 unbedingt wollte, musste bald gehen – bei den Nachfolgern sah es anders aus. Also begannen die Wanderjahre: Zuerst eine Saison bei Bundesligaaufsteiger Kaiserslautern mit acht Toren in 25 Spielen. Dann stieg er in die zweite Liga ab und mit Frankfurt auf – in eineinhalb Jahren schaffte er zehn Treffer in 36 Partien. Im Frühjahr verhalfen Hoffers drei Tore in 14 Spielen Kaiserslautern auch nicht zum Aufstieg. Damit war der zweite Anlauf am Betzenberg beendet. Was nun?

"Einen Einjahresvertrag wird es nicht mehr geben"
Berater Max Hagmayr legt sich fest: "Einen Einjahresvertrag wird es nicht mehr geben." Aber es bahnt sich eine ähnliche Hängepartie bis ins Finish der Transferzeit an. Und Jimmy wird wahrscheinlich wieder erst nach der Vorbereitung bei einem Klub einsteigen. Trainer Franco Foda riet ihm beim Abschied aus Kaiserslautern, besser schon jetzt aus dem Vertrag mit Napoli auszusteigen.

Das würde eine mehrjährige Lösung erleichtern, für die er aber finanzielle Opfer bringen müsste. Hoffer möchte in Deutschland bleiben – dort gibt’s aber keine Gagen in Napoli-Höhe. Keine leichte Situation für einen, der in Österreichs Team nach 28 Spielen mit vier Toren durch das Hin und Her nicht mehr gefragt ist.

Möglicher Ausweg 1. FC Köln?
Seit dem 3:1 gegen Finnland am 29. Februar 2012 holte Marcel Koller Jimmy nicht mehr. Ungewöhnlich, als Legionär einen Platz zu verlieren, den man sich als Spieler der heimischen Liga erkämpft hat. Für Kölns Neo-Trainer Peter Stöger ist Hoffer mehr als nur eine Überlegung wert – aber davon muss er auch Sportchef Jörg Schmadtke überzeugen.

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