07.07.2013 08:00 |

Mindestens 7 Stunden

Ausreichend Schlaf senkt Herzinfarkt-Risiko deutlich

Wer pro Nacht sieben oder mehr Stunden schläft, der senkt das Risiko, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, deutlich. Das ist zusammengefasst das Ergebnis einer groß angelegten Langzeitstudie aus den Niederlanden. Neben Sport, gesunder Ernährung sowie dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin trage ausreichender Schlaf ganz wesentlich zur Gesundheit des Herzens bei, so die Forscher.

Im Rahmen einer Langzeitstudie haben Wissenschaftler des Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu, eine für öffentliche Gesundheit und Umweltschutz zuständige niederländische Behörde, sowie der Universität Wageningen bei über 14.000 Frauen und Männern Daten zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfällen analysiert, die über einen Zeitraum von 14 Jahren erhoben wurden. Im Beobachtungszeitraum erlitten rund 600 der Probanden einen Schlaganfall oder erkrankten am Herzen, 129 starben.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bei jenen Teilnehmern, die alle vier Empfehlungen für einen gesunden Lebensstil beherzigten – also Sport trieben, nicht rauchten, wenig Alkohol konsumierten und sich gesund ernährten – das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu erkranken, um 57 Prozent geringer war. Die Gefahr, an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben, reduzierte sich bei dieser Gruppe gar um 67 Prozent, so die Forscher. Wurde als fünfter Faktor noch ausreichender Schlaf im Umfang von zumindest sieben Stunden pro Nacht in die Berechnungen miteinbezogen, senkte sich das Risiko sogar um 65 bzw. beachtliche 83 Prozent berichten die Wissenschaftler.

Schlaf wichtiger Faktor für Volksgesundheit
"Die Kernaussage der Studie ist, dass wir den Schlaf als einen immens wichtigen Faktor für die Gesundheit berücksichtigen müssen", sagte Grethe S. Tell von der Universität im belgischen Bergen gegenüber der BBC. Die Auswirkungen von ausreichendem Schlaf auf die Volksgesundheit seien erheblich, schreiben die niederländischen Forscher, die ihre Studie im "European Journal of Preventive Cardiology" veröffentlich haben.

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