So manchen Eltern bleibt verborgen, was ihren jugendlichen Nachwuchs umtreibt. Auch im neuen Dresden-„Tatort“ geht es um gefährliche Geheimnisse einer Schülergruppe ... Ob es sich lohnt, heute Abend einzuschalten, lesen Sie wie immer in unserem „Krone“-„Tatort“-Protokoll.
Alkohol, Kokain, Gewalt – eine Maturafeier gerät außer Kontrolle und endet gleich für zwei Partybesucher tödlich. Außenseiter Marlin (Max Wolter) wird von einem Lastwagen überfahren, nachdem er seinen Freund Janusz (Louis Wagenbrenner) tot am Rande der Feier aufgefunden hat und in Panik davongerannt ist. Als die Ermittler das Gelage auflösen, ist jedoch eine der beiden Leichen verschwunden, die Teenager behaupten aber unisono, Janusz sei einfach nur abgehauen ...
Das Dresdner Ermittlerteam tut sich in „Herz der Dunkelheit“ (20.15 Uhr, ORF 2) schwer, die Mauer des Schweigens zu durchbrechen, die Jugendlichen dazu zu bringen, die Wahrheit über die verhängnisvolle Nacht zu sagen. Trotzdem kommen immer neue Geheimnisse rund um Liebe, Neid und Missgunst ans Tageslicht – doch welches ist auch ein Mordmotiv? Dieser „Tatort“ präsentiert sich düster und fesselnd, die jungen Gaststars spielen durchwegs überzeugend und holen den Zuschauer emotional ab.
GESEHEN FÜR SIE:
„Herz der Dunkelheit“
WERTUNG:
Drama mit vielen Ebenen (4/5 Kronen)
NÄCHSTER TATORT:
16. Februar, Team Berlin
Das Drama, das sich auf vielen Ebenen entfaltet, gehört zu den besseren Fällen aus Dresden. Dabei gibt es aber auch einen Abschied bei den Schauspielern: Karin Hanczewski gibt ihre Rolle als Ermittlerin Karin Gorniak auf eigenen Wunsch auf: „Die Entscheidung zu gehen fällt mir nicht leicht, aber für mich ist es an der Zeit, mich weiterzubewegen und neue Figuren zu erzählen. Es gab in den neun Jahren so einige sehr schöne Momente und Begegnungen“, so Hanczewski. In ihrer letzten Folge wird auch ein besonderes Augenmerk auf ihre Figur gerichtet. Sie wird auf persönlicher Ebene in den Fall verwickelt: „Diese Nähe erschwert die notwendige Distanz und bringt sie emotional an ihre Grenzen“, erzählt Hanczewski.
Der tatsächliche Abschied fällt dann jedoch enttäuschend kühl und unzeremoniell aus. Was aber vielleicht auch der eher kopflastigen Figur der Karin Gorniak entsprechen soll.
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