Experten vom Landeskriminalamt Oberösterreich raten: Hände weg von einfachen Zusatzverdiensten als Produkttester, und Vorsicht bei Käufen und Verkäufen im Internet. Manche Maschen zielen immer noch hauptsächlich auf ältere Mitbürger ab, während andere junge Menschen im Visier haben.
Sie wollen Geld verdienen?“ Oder: „Du bist auf der Suche nach einem leichten Zusatzeinkommen vom Computer aus?“ Anzeigen wie diese tauchen derzeit stark vermehrt in sozialen Medien auf. „Die Jobs sind oft vage, oder es werden etwa Produkttester gesucht“, weiß Stephanie Berger von der Kriminalprävention beim LKA OÖ. „Klickt man die Anzeigen an, kommt man auf kriminelle Seiten, soll Chatgruppen beitreten oder Apps herunterladen.“
Viele sind abgelenkt
Erst würden die Opfer mit kleinen Geldzahlungen gelockt, dann werden Zahlungen oder gleich alle Kontozugangsdaten gefordert. „Meist trifft es eher jüngere Opfer. Viele sind abgelenkt, haben Zeitdruck und Geldnot“, so Berger. Was tun, wenn man den Fehler bemerkt? „Sofort bei der Bank das Konto sperren, stoppen, was geht, und dann mit den Chats zur Polizei“, rät die Expertin.
Große Welle an Betrugsattacken
Dass Betrug in allen möglichen Formen vorkommt, weiß auch Gerald Sakoparnig, Betrugsexperte vom LKA. „Am Wochenende gab es wieder eine große Welle an ,Fake-Polizisten’ mit mehr als 100 Attacken im Raum Linz“, so Sakoparnig. Auch angebliche Rückzahlungen oder Mails im Namen von Polizisten, die vorgeben zu wissen, man hätte Kindesmissbrauchsmaterial konsumiert, seien derzeit häufig. In Bälde sollen wieder der Steuerausgleich, sowie allzu günstige Urlaubsangebote und Konzerttickets folgen.
Vorsicht bei Online-Geschäften
Auch vor Online-Shops, insbesondere Gebrauchtwarenplattformen, warnt der Experte: „Viele wissen nicht, wie die Bezahl-, bzw. Treuhandfunktionen der Seiten funktionieren und fallen so Betrügern zum Opfer. Man muss sich gut informieren, Geschäfte in Ruhe abwickeln und ein gesundes Misstrauen lernen.“
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