Tennis-Talent Lilli Tagger blickt freudig den Australian Open der Juniors ab 18. Jänner entgegen. Vorm Testturnier für Melbourne lag die 16-Jährige aber für zwei Tage krank im Bett. Mit Schwester Emma gab‘s über 14.000 Kilometer entfernt von der Heimat ein freudiges Wiedersehen.
Premiere in „Down Under“! Die Osttirolerin Lilli Tagger schlägt ab Samstag bei den Australian Open der Juniorinnen auf. „Ich möchte drei bis vier Runden überstehen“, nimmt sich die 16-Jährige als Ziel vor. Für sie ist es schon die dritte Teilnahme an einem Grand Slam der Junioren, nachdem sie im Vorjahr schon in Wimbledon und bei den US Open dabei war.
Zum Glück geht es mir jetzt wieder besser. Ich möchte bei den Australian Open drei bis vier Runden überstehen.
Lilli TAGGER, Tennis-Hoffnung aus Osttirol
Im Dezember hatte sie in Limoges (Fr) zudem erstmals ein Turnier auf der WTA-Tour bestritten – und sensationell ihr Erstrundenspiel gegen die Nummer 159 der Welt gewonnen. In der Weltrangliste scheint sie daher schon auf Platz 770 auf, im ITF-Juniorenranking ist sie auf Rang 45.
Schwester Emma reiste durch Australien
Ein schönes Wiedersehen gab’s nach zwei langen Flügen bei Lillis Ankunft am 1. Jänner. Schwester Emma war nach ihrer Matura drei Monate durch Australien gereist – und fuhr in ihrer letzten Woche für Lilli extra von Sydney nach Traralgon. Dort teilten sich die beiden vier Tage ein Zimmer, kümmerte sich Emma um ihre jüngere Schwester. „Es war echt mega, dass Emma hier war – auch, weil es das erste Mal ist, dass ich so weit weg von daheim bin“, betont die Lienzerin, die dann krank wurde, mit Fieber und Halsschmerzen sogar um ihren Einsatz beim Testturnier bangte.
Auf Tribüne bei Sinner-Sieg
Angeschlagen holte sie sogar noch einen Sieg – dann war aber Schluss. „Sie war komplett leer“ sagt Mama Sabine, die am Telefon immer Lillis Rückhalt ist. „Wir reden jeden Tag bevor ich schlafen gehe“, sagt Lilli, die seit gestern in Melbourne trainiert und auch bei den Profis zusieht. „Wir haben Jannik Sinners erstes Spiel verfolgt, werden sicher öfter zuschauen.“
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