Lange war es ruhig im Mordfall rund um den getöteten Möbelpacker Stefan M.: Am 31. Mai 2023 wurde die Leiche des Salzburgers in seiner Wohnung in der Gabelsbergerstraße gefunden. Jetzt, mehr als eineinhalb Jahre später, führte Kommissar DNA zu einem Tatverdächtigen: Der 35-Jährige schweigt und ist in Untersuchungshaft.
Polizei-Sprecher Hans Wolfgruber bestätigt gegenüber der „Krone“ die Festnahme des Tatverdächtigen, die bereits am 10. Jänner erfolgt ist: Es handelt sich um einen Salzburger (35), der schon in der Pucher Justizanstalt in U-Haft sitzt. Laut der Exekutive wurde der 35-Jährige gegen Jahresende aufgrund eines Einbruches verhört, dabei wurde auch seine DNA in die Datenbank eingefügt. „Der DNA-Abgleich hat zu einem Spurentreffer geführt“, erklärt Wolfgruber. Laut „Krone“-Informationen bestreitet der Mann jegliche Beteiligung und schweigt sonst zum Mordvorwurf.
Unterstützung für Salzburgs Kriminalisten
Die Kriminalisten werden jetzt den Fokus auf die Ermittlung des Tathergangs und das mögliche Motiv legen, betont Wolfgruber. Die Ermittlungen in dem Fall ziehen sich bereits über mehr als eineinhalb Jahre hin. Zur Unterstützung holte die Staatsanwaltschaft auch den bekannten Fallanalytiker Thomas Müller ins Boot, der ein umfangreiches Gutachten in dem Mordfall verfasste. Auch ein Rechtshilfeansuchen an die US-Firma Meta (Instagram, WhatsApp und Facebook) stellte die Justiz an, um an wertvolle Hinweise zur Aufklärung des Falles zu gelangen.
Laut der Gerichtsmedizin führte eine schwere Körperverletzung, also stumpfe Gewalt, zum Tod des Opfers. Angehörige fanden Stefan M. tot in seiner Wohnung im dritten Stock eines Hochhauses. Die Mutter und die Lebensgefährtin des Opfers werden von Anwalt Stefan Rieder vom Opferschutzverein Weißen Ring vertreten.
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