Nach „Führer und Verführer“ bringt Joachim A. Lang nun den Film „Cranko“ ins Kino, in dem Schauspieler Sam Riley die Rolle des Stuttgarter Ballett-Direktors übernimmt und es um „die Seele des Tanzes“ geht. Mit der „Krone“ sprachen beide über den legendären Choreografen John Cranko und die Dreharbeiten zum Film.
Sam Riley spielt in „Cranko“ (ab sofort im Kino) den berühmten Stuttgarter Ballettdirektor John Cranko (1927 – 1973) – obwohl er zuvor noch nie ein Ballett besucht hatte, wie er der „Krone“ sagte: „Ich denke, ich hatte typische männliche Vorurteile, ich komme auch mehr vom Rock. Aber ein wunderbarer Teil meines Jobs ist, dass man immer neue Dinge kennenlernt.“
Für Regisseur Joachim A. Lang stand fest, dass Riley perfekt für die Rolle ist: „Er ist einer der besten Schauspieler überhaupt und er war im Film Weltklasse.“ Für ihn war es ein forderndes Jahr: „Ich habe letztes Jahr zwei Filme gemacht: Einen darüber, wozu Menschen im schlimmsten Fall in der Lage sind, das war ,Führer und Verführer’, und einen darüber, was sie im besten, im schönsten Fall machen können.“ Er halte Cranko für einen der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts und wollte dessen Kunst und dessen Leben in dem Biopic verbinden. Und: „Ich möchte zeigen: Beim Ballett geht es nicht um Akrobatik, sondern um Bilder von den großen Themen des Menschseins. Es geht um Liebe, um die Zeit, die uns bleibt, um das Leben und um das Streben. Ich will die Seele des Tanzes zeigen.“
Riley beschreibt Cranko so: „Er war nicht immer nett, voller Unsicherheit und Angst, hatte auch Depressionen. Er war auch eine Ikone – aber Ikonen sind am Ende des Tages auch nur Menschen.“
Die größten Herausforderungen für den in Berlin lebenden Briten: „In einer fremden Sprache zu drehen und das Rauchen. Ich rauche schon ab und zu, aber 60 Zigaretten am Tag war sogar mir zu viel!“
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