Im neuen Jahr gibt es fast eine Verdoppelung der Ärztehäuser in unserem Bundesland. Zu den bestehenden elf kommen acht weitere dazu. Diese sollen dann zehn Prozent der Bürger versorgen. Außerdem sollen Spitäler entlastet, und junge Ärzte von den neuen Primärversorgungszentren angezogen werden.
Der Ärztemangel ist in aller Munde. In Oberösterreich gehen Gesundheitskasse, Land und Ärztekammer dagegen vor, indem im neuen Jahr stolze acht Primärversorgungszentren eröffnet werden sollen – elf gibt es bereits. 18 Millionen Euro werden dafür investiert, insgesamt werden 29,5 Kassenstellen für Allgemeinmedizin (28) und Kinderheilkunde (1,5) von bis zu 36 Ärzten besetzt.
Entlastung und Attraktivierung
„Das ist ein gewaltiger Schritt für die Primärversorgung in Oberösterreich“, so Michael Pecherstorfer von der ÖGK. Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander stimmt zu: „Die neuen Primärversorgungseinheiten entlasten nicht nur die Spitäler, sondern sind auch für junge Ärzte sehr attraktiv.“
Enger Zeitplan
Den Start macht am 1. Jänner das PVZ Wels/St. Anna. Im April folgen Vöcklabruck, Untere Feldaist (Wartberg/Unterweitersdorf), Schärding, Perg und Linz Süd (Ebelsberg). Im Juli soll das PVZ Bad Ischl öffnen, und zuletzt das PVZ Wels St. Stephan.
Großteil immer noch in Einzelpraxen
„Die neuen Zentren sollen insgesamt bis zu zehn Prozent der Bürger versorgen, der Rest entfällt weiterhin auf Einzel- und Gruppenpraxen“, so Wolfgang Ziegler von der Ärztekammer OÖ. Aktuell sind 39 Vertragsarztstellen vakant.
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