Jetzt ist es fix – wie von der „Krone“ bereits berichtet, trat am Donnerstagabend der Gemeinderat von Marchtrenk zusammen und in seltener Übereinstimmung gab dieser das Kommando der städtischen Feuerwehr für die Abberufung frei. Hintergrund ist ein verheerendes Bild im Umgang mit Geld. Jene, die den Fall aufdeckten, wurden als „mutig“ gelobt.
Im Zuseherbereich waren auch Vertreter der Feuerwehren, die still den Ausführungen zuhörten. „Für manches muss es einen Neuanfang geben“ – auch Bürgermeister Paul Mahr übernahm einen Teil der gemeinsamen Stellungnahme, verlesen verteilt auf alle Fraktionen im Gemeinderat Marchtrenk, als es um Tagesordnungspunkt 30 ging: „Antrag auf Enthebung gewählter Mitglieder des Feuerwehrkommandos“.
Summen blieben ungenannt
Denn es soll „Misswirtschaft“, „Geldverschwendung“ und „Verwendung öffentlicher Mittel für private Zwecke“ gegeben haben. Summen wurden nicht genannt, allerdings hätten sich „Vermutungen bestätigt“ und namentlich an die Verantwortlichen zugeordnete Verfehlungen gab’s als Beilage zum Nachlesen.
Vier Personen betroffen
Einstimmig wurde um 19.45 Uhr der Antrag das gesamte gewählte Kommando – Kommandant, Stellvertreter, Kassier und Schriftführer – seiner Funktion zu entheben, bzw. dies dem Landesfeuerwehrkommandanten zu empfehlen, angenommen.
Antwort auf Schreiben des Kommandanten
Wohl als Antwort auf ein Schreiben des in die Kritik gekommenen Feuerwehrkommandanten, in dem er jene Kameraden, die mehrmals auf die Missstände aufmerksam gemacht hatten, den Austritt nahelegte, nannten die Gemeinderatsmitglieder diese in ihrer Rede als „mutig“.
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