Lange macht sie es nicht mehr, die überdachte Eisfläche im Salzburger Volksgarten. Bekannt ist das schon seit geraumer Zeit. Am Freitag fiel im städtischen Lenkungsausschuss eine richtungsweisende Entscheidung, die Eissport-Vereine und -Liebhaber freuen wird.
Schimmel und Moos an der Decke, Löcher im Betonboden, freiliegende Leitungen, sich biegende Balken – die Eis-Trainingshalle im Salzburger Volksgarten hat ihre besten Jahre schon lange hinter sich. Dass dringendster Sanierungsbedarf herrscht, ist somit allen klar. Bernhard Auinger (SPÖ) stieß noch als Vize-Bürgermeister Mitte 2023 mit einem Amtsbericht vor, der einen Neubau der Stätte vorschlug. Der damalige Stadtchef Harald Preuner (ÖVP) sprach sich aber „nur“ für eine Sanierung aus.
Eineinhalb Jahre später scheint nun ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Eissports im Volksgarten getan. Der städtische Lenkungsausschuss sprach sich am Freitag für einen Neubau aus. Konkret geht es um die Errichtung einer neuen Eistrainingshalle am östlichen Rand des Volksgartenbades. Die gewählte Variante biete eine zukunftsweisende Infrastruktur, die Lager und Trainingskabine für Vereine, einen Kassenbereich sowie Garderoben und einen Schlittschuhverleih für den Publikumseislauf beinhalte, heißt es. Zudem soll eine Tiefgarage errichtet werden, wodurch der Volksgarten in Zukunft autofrei würde. Kostenpunkt: 30 Millionen Euro.
Salzburg nur Vorletzter
Neuigkeiten, die vor allem bei den Eissportvereinen für Freude sorgen wird. Camen Kiefer, die Präsidentin des Eiskunstlaufverbandes, sagte bereits im Juni 2023: „Dieser Schritt ist seit mehr als zwei Jahrzehnten überfällig. Eine neue und ganzjährig nutzbare Halle wäre für uns ein Quantensprung.“ Einer, der auch Salzburgs Standing in Österreich verbessern würde. Denn in Sachen überdachter Eisflächen liegt das Bundesland auf dem vorletzten Platz – vor dem Burgenland.
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