Weihnachten steht vor der Türe – und viele KTM-Mitarbeiter befürchten, dass sie selbst vor diese gesetzt werden. Susanne Lew von der Betriebsseelsorge im Bezirk Braunau sagt: „KTM hat sich immer als Gewinnermarke präsentiert. Die Leute können es kaum glauben, dass jetzt ihr Unternehmen in der Insolvenz ist. Es weiß noch keiner, wer gehen muss. Die Mitarbeiter befinden sich teilweise in einer richtigen Schockstarre, empfinden Wut, Entsetzen und Frust.“
Die Betriebsseelsorge versuche nicht nur zu trösten, sondern auch zu helfen: „Die Zusammenarbeit mit Betriebsräten ist uns sehr wichtig, sie sind oft wichtige Multiplikatoren und können Unterstützung in zuspitzenden Situationen dringend brauchen.“
Angst im Nacken
Zur Angst im Nacken kommt die reelle finanzielle Notsituation. Das Arbeitslosengeld beträgt nur 55 Prozent des bisherigen Gehalts. Und ganz schlimm ist der Sager: „Wer etwas finden will, findet schon etwas.“ Aufs Innviertel sieht Lew harte Zeiten zukommen. Es dauert, bis sich eine Region von so etwas erholt, erinnert sie an die einstige AMAG-Krise
Neun Standorte
„mensch & arbeit“ wurde 1953 wurde in der katholischen Kirche in Oberösterreich gegründet, erster Standort war am Voest-Gelände. Aktuell gibt es landesweit neun Standorte. Im gesamten Team arbeiten derzeit 36 Personen, acht davon sind in der Mobbingberatung im Einsatz.
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