Die 25-jährige FPÖ-Wählerin namens Hazema will anders heißen. Eine Sachbearbeiterin der BH Linz-Land soll ihr diesen Wunsch aber verwehrt haben. Für die sogenannte Wunschnamensänderung müsste sie nun insgesamt stolze 550 Euro berappen. Der Bezirkshauptmann erklärt, warum das so ist.
„Wenn jemand zufällig auch René Benko heißt und im Immobilengeschaft Fuß fassen möchte, dann wird er für seine Namensänderung keine Bundesverwaltungsgebühren und -abgaben zu bezahlen haben, und der Antrag wird nicht mehr als 14,30 Euro kosten“, erklärt Manfred Hageneder, Bezirkshauptmann von Linz-Land, warum es zwei Tarife für eine Namensänderung gibt.
Günstig ist die Änderung nämlich nur dann, wenn durch den bisherigen Namen „unzumutbare Nachteile in wirtschaftlicher Hinsicht oder in den sozialen Beziehungen“ entstehen.
Hazema wollte neuen Namen
Ist dies nicht der Fall, dann wird’s hingegen ganz schön teuer: Für die sogenannte Wunschnamensänderung muss der Antragssteller insgesamt stolze 550 Euro berappen. Dies wäre auch im Fall einer bosnischstämmigen 25-Jährigen aus Haid der Fall gewesen, die von ihren Eltern den Namen Hazema bekam und als begeisterte FPÖ-Wählerin diesen nun unbedingt ändern möchte.
Gängiger Fragenkatalog
Hazema hatte sich an die „Krone“ gewandt, weil sie sich von ihrer Sachbearbeiterin in der BH Linz-Land schlecht behandelt gefühlt hatte. Dabei ist diese selbst Migrantin und war laut ihrem Chef Hageneder mit Hazema nur den gängigen Fragenkatalog durchgegangen. Hageneder: „Wir haben eigentlich ein liberales Namensgesetz. Bei uns sind solche Änderungen leichter durchführbar als in anderen Ländern.“
Wie oft lassen Mitmenschen ihren Namen ändern? Genaue Zahlen sind schwer zu bekommen. In der Landeshauptstadt waren es im Vorjahr 144 Bürger. In Wien gibt es pro Jahr im Schnitt bis zu 1300 Anträge auf Namensänderung – knapp 800 für den Familiennamen und 500 für den Vornamen.
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