Zahlreiche Fälle

Knochenfunde um 170.000 Jahre älter geschummelt

Wissen
27.11.2024 16:25

Ein Archäologe soll Knochenfunde bewusst falsch datiert haben. Zunächst ging es um 21 Schädel, jetzt wurden 18 weitere Fälle bekannt – darunter auch zwei „Sensationsfunde“.  Der Forscher hat sich um 170.000 Jahre „vertan“.

Den „Neandertaler von Ochtendung“ soll der Wissenschaftler auf das Paläolithikum datiert haben. Tatsächlich ist der Fund aber bis zu 170.000 Jahre jünger als angenommen und soll aus dem frühen Mittelalter stammen – von wegen Neander­taler!

„Das Schlachtfeld von Riol“ muss ebenfalls einer weiteren, genauen Prüfung unterzogen werden. Dort nämlich, auf einer großen Wiese bei Riol im Landkreis Trier-Saarburg, soll sich eine der bedeutendsten Schlachten zwischen der römischen Armee und Kelten zugetragen haben.

Weitere Fälle möglich
Worum es sich konkret bei den anderen 16 Verdachtsfällen handelt, ist unklar. Womöglich werden noch weitere des nicht namentlich genannten, aus Rheinland-Pfalz stammenden Forschers untersucht, berichtet die „FAZ“. Aufgeflogen ist die Schummelei, weil Forscherkollegen Manipulationen vermuteten. Zurecht, wie sich herausstellte.

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