Die Technische Universität Graz stellt sich am Campus Inffeldgasse neu auf. Was jetzt noch teils grau wirkt, soll zu einem grünen Stadtteil samt Sportmöglichkeiten und Gastronomieangebot werden. Ein Überblick über den „Masterplan“, der bis 2040 umgesetzt werden soll.
„Unsere Vision ist es, zum attraktivsten und umweltfreundlichsten Campus von Österreich zu werden“, bringt es Michael Monsberger auf den Punkt. Als Vizerektor für Infrastruktur und Nachhaltigkeit der TU Graz hat er große Pläne für die Zukunft: Der Standort Inffeldgasse soll großteils autofrei werden, zu 13 Prozent aus Grünflächen bestehen – und bis 2040 10.000 Menschen als Ort zum Forschen, Arbeiten und Studieren dienen.
Das alles und noch mehr steht in einem „Masterplan“ und wartet aktuell auf eine Genehmigung im Flächenwidmungsplan der Stadt Graz. Gemeinsam mit der Bundesimmobiliengesellschaft soll anschließend ein städtebaulicher Bewerb ausgeschrieben werden. Das Gewinnerbüro bekommt den Auftrag, den Campus gesamtheitlich und wie einen neuen Stadtteil zu denken. Denn im Gegensatz zu den anderen beiden TU-Standorten gibt es hier noch Raum zum Wachsen.
Vier Neubauten stehen am Programm
„Das Areal wird nach außen hin geöffnet und gleichzeitig von neuen Rad- und Fußgängerwegen durchquert“, erklärt Florian Frühwirt, der vonseiten der BIG für das Projekt verantwortlich ist. Bei einer Campusführung erklärt er die Neugestaltung von einem der Dächer aus: In der Mitte entsteht eine neue Parkanlage, ebenso ein Bezirkssportplatz, direkt daneben wird auch das Gebäude der Sportmittelschule Graz-Bruckner ab 2029 übernommen. Diese übersiedelt nach Eggenberg.
Am Areal stehen aber schon jetzt zwei Kräne: Der Campus Inffeldgasse wird aktuell um ein Zentrum für Cybersecurity erweitert. Drei weitere Gebäude sollen nach Genehmigung durch das Ministerium errichtet werden – ein Hörsaal-, ein Produktionstechnikzentrum und das „NAWI Graz Geocenter“. Aber auch an Details wie Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants wird gefeilt. Ziel ist ein breites Angebot zusätzlich zur aktuellen Mensa, sodass sich Studierende den ganzen Tag am Campus aufhalten können und Anrainer von dem neuen Stadtteil profitieren.
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