Seit längerem pfeifen es bereits die Spatzen von den Dächern, jetzt lässt er selbst die Katze aus dem Sack. „Ja, ich werde mit einer eigenen Liste zur Gemeinderatswahl antreten“, so Michael Keuzer auf Nachfrage der Kronenzeitung. Erst im September wurde er als Bürgermeister abgesetzt.
Zur Erinnerung: Kreuzer stieg im Jahr 2015 in die Gemeindepolitik ein. Mit seiner Liste „Gut für Gutenstein“ erreichte er auf Anhieb mehr als 35 Prozent und sieben der 19 Mandate. Der damalige ÖVP-Bürgermeister Johannes Seper wurde mithilfe der SPÖ gestürzt und Kreuzer wurde neuer Bürgermeister. 2020 erreichte er sogar die absolute Mehrheit.
Abwahl auch von eigenen Mandataren
Doch heuer im September war dann plötzlich Schluss. 13 von 17 anwesenden Mandatare, auch aus den eigenen Reihen, stimmten plötzlich für seine Abwahl. „Ohne sachlichen bzw. konkreten Anlass“, hieß es damals in einer persönlichen Stellungnahme. Heute meint er dazu „Gewisse Leute haben mich einfach rausgekickt“. Und: „Frau Ramharter wollte immer schon Bürgermeisterin werden“.
Wer genau auf seiner Liste dabei sein wird? „Das ist noch in der Abklärung, aber ich habe genügend Leute“, zeigt sich Kreuzer zuversichtlich. Seine Pläne: „Man muss sich beispielsweise die Frage stellen, ob wir jedes Jahr teure Raimundspiele brauchen oder ob es nicht reicht, wenn man sie alle fünf Jahre durchführt.“ Auch die Nahversorgung ist ihm wichtig, genauso der Neubau des Feuerwehrhauses und die Weiterentwicklung von Schule, Hort und Kindergarten.
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