Sloweniens Fußball-Nationalteam hat mit der 1:4-Heimpleite in der Nations League gegen Norwegen einen satten Tiefschlag erhalten. Die Mannschaft von Trainer Matjaz Kek, die am Sonntag (18.00 Uhr) im Gruppen-Finale in Wien beim ÖFB-Team gastiert, verspielte damit die Chance auf den Sieg in Pool B3. Kek sprach am späten Donnerstagabend von einem verdienten Sieg der Norweger und einem „Schlag ins Gesicht für uns alle“.
Der 63-jährige Slowene kritisierte die Vorstellung seiner Elf, die vor allem den starken 19-jährigen Doppeltorschützen Antonio Nusa nicht in den Griff bekam. „Nicht nur technisch und taktisch, auch mental waren wir heute nicht auf der Höhe. Es war, als ob uns der entscheidende Funke gefehlt hätte, um alles zu geben“, sagte Kek. Benjamin Sesko und Co. kamen damit ein zweites Mal binnen fünf Wochen gegen Norwegen unter die Räder, in Oslo hatte es eine 0:3-Niederlage gegeben.
Sieg gegen Österreich wird zur Pflicht
Mit drei Punkten Rückstand auf die Skandinavier und Österreich stehen die Slowenen am Sonntag unter Siegzwang, um wenigstens Zweiter werden zu können und damit die Chance auf den Aufstieg in die Liga A zu wahren. Norwegen ist aufgrund der direkten Duelle außer Reichweite. „Wir müssen den Kopf oben behalten. Wir haben ein weiteres schweres Spiel in Österreich vor uns, und wir müssen eine viel bessere Leistung zeigen, wenn wir ein positives Ergebnis erzielen wollen“, appellierte der 25-jährige Abwehrchef Jaka Bijol, der in der Serie A bei Udinese spielt.
Ein Sieg jeglicher Art in Wien würde Platz zwei bedeuten, nachdem das erste Duell mit Rot-Weiß-Rot 1:1 ausgegangen war. Rang zwei bedeutet die Teilnahme am Play-off, in dem um den Aufstieg in die Nations-League-Elitegruppe A gespielt wird. Norwegen, das am Sonntag daheim gegen Kasachstan im Einsatz ist, hofft ebenfalls auf einen Patzer der Österreicher, um noch Erster werden zu können.
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